29. März 2008 von Echnaton - 16 Kommentare

sbb_cargo.jpgAm Anfang war der Streik in Bellinzona richtig unterhaltsam. Die Operai von Bellinzona streiken gegen die linken Cupli-Sozi-Bosse. Diese versuchten mit ihrem kläglichen Inventar - Sitzungen, Gruppentherapien, Gespräche - die Arbeiter irgendwie über den Verhandlungstisch zu ziehen. Als sie damit nicht weiter kamen, hätten es etliche Millionen aus der Steuerkasse richten sollen.

Doch nun scheinen diese Herren nicht mehr über die Arbeiterschaft zu fabulieren. Der Tessiner Operaio möchte nicht schöne Worte und Umschulungsprogramme, sondern weiterhin seine Arbeit im Cantiere, auch wenn es dort schon längstens keine Arbeit mehr hat.

Doch das geht nun leider etwas zu weit. Nun ist es an der Zeit, in Bellinzona einen Schlussstrich zu ziehen und den Cantiere zu schliessen. Der Steuerzahler versteht es nicht, wenn wie früher bei der englischen Bahn weiterhin Heizer beschäftigt wurden, obwohl die Züge schon längst elektrifiziert waren. Auch das Tessin hat ein Arbeitsamt. Beim Deutschschweizer wird auch nicht so viel Federlesen gemacht. Zu lange wurde Rücksicht genommen.

Und genau dieser Verantwortung müssen sich die Sozis jetzt stellen. Sie haben jahrelang die Misswirtschaft getragen, allen voran der studierte Psychologe, Gewerkschafter und Manager-Taugenichts Nordmann. Die Gewerkschaften täten gut daran, diese zu Verantwortung zu ziehen. Doch die linken Krähen hacken sich untereinander kein Auge aus. Sie ziehen es vor, dass die Operai für sie ein bischen Werbung in den Medien machen. Sie wissen genau, dass diese auf dem Arbeitsamt landen, während sie mit einer Stelle als Direktor für Bundesamt X belohnt werden.

()

Bookmark and Share

  1. Die Operai dachten wohl”einmal Staatsbetrieb=fürs ganze Leben gesorgt” noch ein , zwei Roten Mitgliederausweise in der Schublade, et voila`.
    Nun geht der Traum zu ende, zur Graben getragen von roten Funktionäre die sonst immer behaupten “wir haben das Erfolgsrezept, die Rechten haben nur Populistischen Sprüche und keine Ahnung”.

    Cari Operai, dopo decenni di ozio in stile patto di Varsavia é giunta l`ora di rimboccarsi le maniche e cominciare a lavorare seriamente.
    La pacchia é finita, soprattutto grazie al vostro carissimo ministro dei trasporti e ai vostri segretari di sindacato che per anni hanno depredato le tasche dei contribuenti per mantenere in vita i vostri inutili posti di lavoro.
    Voi e i contribuenti siete fregati, il signor Nordmann e Weibel riceveranno una sostanziosa ricompensa.
    Distinti saluti.

  2. Achilles

    Die wackeren unkündbaren Staatsbediensteten von Bellinzona haben den Bogen ein wenig überspannt mit ihren Forderungen. Dass ihre Tätigkeit wirtschaftlich sein muss, haben sie noch nicht kapiert. Auch diesen würde ich Stellen in den Steinbrüchen nebendran anbieten, so dass sie in Handarbeit begehrte Bsetzisteine aus Granit fertigen können. Für den Steuerzahler kommt das exakt auf das gleiche hinaus. Er muss angeblich sowieso zahlen, wenn im Staatsdienst nichts gemacht wird oder wenn ein bisschen was gemacht wird.

  3. @Achilles
    Du bist immer so besonders human :-)

  4. @schlechtmensch
    Speriamo che lo leggono i nostri amici di Bellinzona. Mandagli il link!

  5. Achilles

    @Schlechty

    Ich bin ein besonders humaner Chef. Mein Traum war immer, mal eine grössere Amtsstube zu kommandieren, zum Beispiel als Bundesrat. Wir könnten dann zusammen herrliche Betriebsausflüge machen, mit Werkzeugen in der Hand in die freie Natur.

  6. @Achilles
    Für Ausflüge in der freie Natur bin ich immer zu haben.
    Die Werkzeuge wären vermutlich für Auszuschaffenden gedacht….

  7. framei

    stillegen, Stellen streichen y hasta. Dann braucht ihr Chef Moritz auch nicht die weite Reise nach Bellinzona anzutreten, was er ja eh nicht will.

  8. @achilles
    Ich komm auch mit, aber bitte schau zu, dass bei dieser “camporella” andere mitkommen als Schlumpfine und Calmy. Und um Himmels Gott’s Willen die Bundeskanzlerin daheim lassen.!

  9. hinschauende

    ihr scheint bei all euren tollen sprüchen zu vergessen, dass der betrieb in bellinzona wirtschaftlich rentierte. als wohl einzige abteilung im ganzen chaos-konzern. ich habe nicht so viel ahnung von wirtschaft. trotzdem sagt mir mein menschenverstand, dass es nicht viel sinn machen kann, eine gut arbeitende werkstatt zu schliessen, millionen für die umstrukturierung auszugeben, und eine werkstatt abseits der wichtigsten transit-route zu vergrössern.
    natürlich lasse ich mich gerne aufklären, sollten meine überlegungen total daneben liegen.

  10. Achilles

    @Kulti

    Ich sag der Calmy, Schlumpfine und anderen Bündnerin. dass sie ein Handtuch vors Gesicht tun müssen, wenn sie mitkommen wollen.

  11. @hinschauende
    Das Problem ist, dass die Loks immer weniger Wartung brauchen. Die haben dort überhaupt keine Arbeit mehr und das schon seit langem.

    @achilles
    auch mit Handtuch: die Dicke ist die Kanzlerin, die Dünne die Calmy, die Magersüchtige die Schlumpfine und der mit den Haaren auf der Brust wahrscheinlich der Moritz.

  12. Achilles

    Liebe weitschauende

    Der Hintergrund zum Reparaturwerk ist noch ein anderer. Vor ein paar Jahren wollte die SBB das Werk schon schliessen, und zwar weil die Mitarbeiter sich öfters als anderswo krank gemeldet haben. Und krank sind viele dann geworden, wenn die Jagdsaison angefangen hat und wenn es Schwämmli in den herrlichen Kastanienwälder gab. Damals hat sogar die Eisenbahnergewerkschaft zugestanden, dass da was nicht in Ordnung ist. Von Produktivität war überhaupt gar keine Rede, denn wenn Arbeit da war, waren keine Mitarbeiter da. Die Arbeit ist dann zähneknirschend ins Waadtland geschoben worden.
    Wenn da was besser geworden ist, dann müsstest du das mit Zahlen belegen. Wobei wir schon wieder bei den gefürchteten Zahlen sind.

    Ich hätte da noch eine kleine Frage, Herzallerliebste, was studierst du denn?

  13. hinschauende

    ja mein lieber achilles. von jagenden und sammelnden cargo-arbeiterschaft in bellinzona hab ich auch gehört und gelesen. und natürlich ist dies wirtschaftlich gesehen nicht wünschenswert. doch aus arbeitnehmer/innen-sicht ist das nur verständlich. vier-fünf wochen ferien pro jahr sind doch einfach nur ein witz, besonders dann, wenn die arbeit körperlich anstrengend ist. du wirst mir da natürlich widersprechen oder mit wirtschaftlichen argumenten kommen. in diesem punkt werden wir uns wohl nie treffen. ich möchte an dieser stelle nur auf ein “etwas” anderes arbeitszeitmodell hinweisen: http://www.5-stunden-woche.de. bevor du ausrufst, schau es dir kurz an. nur ganz kurz.

    eben, die zahlen. ich höre und lese ziemlich viele nachrichten, dabei kam immer wieder diese aussage, dass das werk in bellinzona wirtschaftlich rentabel arbeite. ich meine sogar, dies aus dem mund von meyer gehört zu haben. aber eben..

    was ich studiere? ich bin (zur zeit) nicht an einer uni eingeschrieben, sondern bin sowas wie autodidaktin, in alle richtungen, die mich interessieren. und: ihr könnt euch freuen, ich koste euch keinen rappen, da ich mein leben mit gelegenheitsjobs selber finanziere. nett, gell.

  14. asylstrasse

    “…bin sowas wie autodidaktin…”

    Das ist doch mal eine schöne Umschreibung für “arbeitslos”.

  15. hinschauende

    @asylstrasse
    bist jetzt eifersüchtig, oder was?
    im übrigen bin ich nicht arbeits- sondern anstellungslos. falls du das nicht verstehst: für manche menschen gibt es auch noch andere dinge im leben als lohnarbeit.

  16. Helvetix

    Selig sind die Arbeitslosen , denn sie brauchen keine Überhosen.


© WINKELRIED 3.0 Theme by DREAMTHEME

Partner-Websites: gadgetkiller.info | swissmarketing.info | Revolutiontheme.com | winkelried.info | winkelried.info | Protect-Israel.ch | Annubis Blog | SNOOP | Oekologismus | gadgetkiller.info | gadgetkiller.info |