27. März 2008 von McCarthy
Heute erhielten wir eine Medienmitteilung, das eine Online Partei gegründet wurde. Im Ernst, zuerst dachten wir, der Bernhard Hess hätte wieder zugeschlagen. Er neigte dazu, zu seiner Unterstützung Parteien wie Männerpartei, Büezerpartei, Gesundheitspartei, Partei der Bierfreunde und so ähnlich ins Rennen zu schicken. Wir haben der Sache keine weitere Aufmerksamkeit geschenkt. Als wir dann aber merkten, das die Linken auf diese Neugründung schimpften, wurden wir hellhörig und nahmen mit dessen Parteipräsidenten Rico Daniel Kontakt auf.
Die Online Partei hat kein klassisches Parteifundament, man könnte sie aber als eine Art Informatik-FDP umschreiben. Sie will sich vor allem für die Informatikstandort Schweiz einsetzen. Und so ganz abwegig ist der Gedanke nicht. Die Linken versuchen seit Jahren das Internet zu kolonalisieren, die Rechten standen dieser Entwicklung weitgehend gleichgültig gegenüber (Winkelried berichtete). Die Folgen sind:
- Die Schweiz ist als Hosting-Standort heute ein “Non-Valeur”. Selbst Deutschland, welches viel schlechtere rechtliche Rahmenbedingungen hat als die Schweiz, hat uns hier den Rang abgelaufen. Dabei wäre gerade die Schweiz als Serverstandort Nr. 1 in Europa prädestiniert gewesen.
- Vor 70 Jahre führte die Schweiz das Bankgeheimnis ein und wurde so zum reichsten Land Europas. Ebenso hätte sie die anonyme Domain einführen sollen. Stattdessen kann jeder mit ein paar Mausklick herausfinden, wer der Halter einer Domain ist. Die Folgen sind einfach: beim kleinsten Risiko lagert man die Domain ins Ausland aus.
- Das gesamte Glückspiel (Eurototo, u. ä.), hunderte Millonen CHF, sind ins Ausland abgewandert.
- Der Bund investiert zwar Millarden in den “Informatikstandort Schweiz”, doch das sind vor allem Gelder für die linke Bildungspolitik. An der ETH, wo die eigentlichen Informatiker ausgebildet werden sollten, nehmen die Studentenzahlen dramatisch ab, und jene die bleiben, werden noch mit Rassismusklagen von den Linken belästigt.
- Gerichtsurteile von vollkommen unkompetenten Richtern, die vom Internet keine Ahnung haben (eine solche Sammlung soll bald im Internet erscheinen)
- usw …
Die gesamte Informatikpolitik der Schweiz ist nichts als eine weitere Kapitulation vor Europa, leider auch mit Duldung der rechten Parteien. Wir hoffen, dass diese Partei nun etwas Bewegung auf diesem Gebiet bringt, sofern es nicht schon zu spät ist, was wir sehr befürchten.
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Also ich wünsche dieser neuen Partei viel Erfolg. Ein Beitrittmeinerseits habe ich noch ned ausgeschlossen.
zZ ist es interessant zu sehen wieviele leute über diese Idee schimpfen und Fluchen. Da sehen wohl viele ihre Schäffchen davonlaufen.
viel erfolg wünsch ich auch! scheiss auf die linken. sie werden dankbar sein, wenn der informatikstandort schweiz gerettet werden kann!
Die Idee hat etwas für sich. Ob sich damit die Stimmbürger anfreunden können, wird die Zukunft weisen. Ich vermute, dass sich die meisten nicht betroffen oder interessiert fühlen. Ausnahme ist das Glücksspiel, wo man aber bequem in die Nachbarländer ausweichen kann.
@Bytehead
Ja, du hast recht , s*****s auf die Linken!
Und sie werden sicher dankbar sein wenn “freiheits-denkenden” den Informatikstandort Schweiz retten, dann können sie auf den Weg der Umverteilung wider mal die Genossen-Kasse füllen mit Steuern, Mwst, Verschidenen Zwangsgebühren, Doppelversteuerung von Gesellschaften u.s.w. , um es anschliessend wider für Hirngespinste zu verprassen die für Psychologen, Integrationsbeauftragten, Soziologen, Lehrern (Linke Gutmensch-Aristokratie Nomenklatura) u.s.w. besonders rentabel sind.
Auf jeden Fall sind neue Tendenzen zu begrüssen, ein Zeichen, dass Junge Leuten den Mum vorweisen wenigstens den Versuch zu unternehmen etwas neues zu kreieren, vermutlich angewiedert von den Alt eingesessenen Pöstlihalter-Parteien (damit ist besonders die opportunistisch-linke CVP gemeint)
Das Thema ist sehr schwierig. Wenn sich keine große Partei stark macht (SVP?), kann man den Informatikstandort Schweiz vergessen. Eine Volksinitiative ist hier ziemlich aussichtslos – die Allgemeinheit hat einfach keine Ahnung.
die linken Denkzellen hätte man vor 10 Jahren schon im Keime ersticken müssen. Nun sind die Gesetze geschmiedet, die meisten Richter ohne jegliche Ahnung und der Standort Schweiz auf verlorenem Posten. Die Idee der Online Partei ist sicher ok, aber braucht es dazu wirklich eine Partei? Jedenfalls wünsche ich ihnen alles Gute und hoffentlich viel Gehör beim Schweizervolk.
Vergesst bitte nicht, dass
1. die Jungen schon heute länger vor dem PC sitzen als vor dem Fernseher. Sie sind sich vieler Probleme durchaus bewusst.
2. auch wenn die Partei selbst vielleicht kein Mandat erobern wird, doch die grossen Parteien wenigstens auf dieses Thema aufmerksam werden. Die SVP selbst hat sich bis jetzt auch noch nicht besonders in der Informatikpolitik profiliert. Das ist eigentlich überraschend, denn Sie behauptet ja vor allem Zulauf von jungen Leuten zu haben.
Ich finde, die Partei ist eine Notwendigkeit. Eine linke Dummtröte hat geschrieben, dass die Autopartei ja auch untergegangen sie. Ja, ist sie, aber sie hat in der Zeit ihrer Existenz durchaus die schlimmsten linken Exzesse in der Verkehrspolitik verhindert. (Untergegangen ist sie nicht eigentlich … sie ist in der SVP aufgegangen, siehe Gienzendanner und andere).
Wenn die es geschickt anstellen, haben die durchaus Aussicht auf Mandate, ich denke da an die Stadt Zürich und betimmte Vorortsgemeinden, ebenso wie an den Kantonsrat. Wenn der Bund zudem anfängt, die Internetuser zu melken (irgendwann ist damit zu rechnen) könnte sogar noch mehr drinne liegen. Allerdings ist klar: eine Mehrheitspartei wird es nie werden.
So oder so, die Partei wird sicherlich Positives bewirken.
Ich bin ja Informatiker, aber brauchst es nun wirklich eine eigene Partei für den IT-Bereich? Meiner Meinung nach ist das eine ziemliche Blase. Die Gründer hoffen wahrscheinlich auf einen Boom, und darauf, dass jeder Informatiker Ihnen beitritt. Aber mit so wenig Parolen etc. auf der Homagepage wird das sowieso nix.