22. März 2008 von Echnaton - 4 Kommentare

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Ernst Merz, Sie waren viele Jahre im Gemeinderat von Zug aktiv. Warum engagieren Sie sich gerade im Bund der Steuerzahler (BDS) . Sind in Zug die Steuern nicht tief genug?

Das Steuerklima verschlechtert sich auch in Zug zusehens. Mit der Einführung von neuen Gebühren (Abwasser) und der Erhöhung der Parkplatzgebühren versucht der Zuger Stadtrat immer mehr Geld aus der Tasche der Steuerzahler zu ziehen. Warum soll zum Beispiel ein freiwillig abtretender Stadtrat nach nur 4 Dienstjahren während 12 Monaten weiterhin monatlich über 10′000 Franken, d.h. 80 Prozent des letzten Lohnes kassieren? Der BDS will diese Abzockerei mit einer (geplanten) Volksinitiative “Schluss mit goldenen Fallschirmen” stoppen.
Die Linksgrünen haben eine Motion eingereicht, damit der Club of Rome “anschubfinanziert” wird. Was haben Sie eigentlich dagegen, das dieser Alte-Herren-Club den Zugersee aus der Nähe sehen kann?


Es gehört nicht zu den Kernaufgaben der Stadt Zug, diese sogenannte “Anschubsfinanzierung” für eine internationale seit Jahren bestehende Organisation wie der Club of Rome mit Steuergeldern zu finanzieren. Dieser Club hat übrigens 1972 mit dem Buch “Grenzen des Wachstums” einen allgemeinen Weltkollaps bis zum Jahre 2000 prognostiziert…Die damaligen Prognosen haben sich als falsch erwiesen. Ob es diesen Club heute immer noch braucht, darf bezweifelt werden.


Wie kam es eigentlich zu dieser Motion?


Die Stimmberechtigten der Stadt Zürich haben am 24. Februar 2008 eine geplante Anschubsfianzierung von 1,8 Millionen Franken mit Steuergeldern für eine Sitzverlegung des Club of Rome von Hamburg nach Zürich abgelehnt. Eine links-alternative Gemeinderätin des Zuger Stadtpalaments hat nur einen Tag nach dem Zürcher Urnengang eine “dringliche” Motion eingereicht, mit dem Ziel, diese Institution nach Zug zu holen.

Falls die Motion im Mai vom Gemeinderat angenommen wird, ergreifen Sie dann das Referendum?

Der Bund der Steuerzahler (BDS), Geschäftsstelle Zug, wird, falls der Grosse Gemeinderat (GGR) am 6. Mai 2008 diesem Vorstoss für eine Anschubsfinanzierung zustimmt, das Referendum ergreifen. Das Nein der Stadtzürcher Stimmbürger bedeute ja nicht, dass der Club of Rome, dessen Mitglieder ehemalige Staatsoberhäupter, hochkarätige und meist sehr vermögende Personen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Adel sind, nicht nach Zürich kommen können. Das Volk hat lediglich eine Anschubsfianzierung mit Steuergeldern abgelehnt.

Und wie sind die Chancen vor dem Zuger Stimmvolk?

Das Zuger Stimmvolk wird auf die verschwenderische Lockvogelpolitik mit Steuergeldern der links-alternativen Parteien nicht hereinfallen. Das Volk wird dem überflüssigen Vorhaben eine klare Absage erteilen.

Herr Merz, wir danken Ihnen für das Gespräch.

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  1. Rütliborat

    Ich frage mich berhaupt, warum der Club of Rome für 1.8 Mio so ein Theater macht. Einige Mitglieder sind Milliardäre! So eine Spende wäre wahrscheinlich für keinen einzigen von denen ein Problem, schließlich brauchen die ja auch was, was sie von der Steuer absetzen können. Ich denke, der Laden will ausloten wo’s Geld gibt und dann holen sie sich regelmäßig ein bisschen “Aufschub”. Reiche ihnen den kleinen Finger und sie nehmen gleich die ganze Hand.

  2. …. lool … wie ist das zu verstehen, das Wort “Reiche”?

  3. Rütliborat hat vollkommen Recht.
    Es gäbe dann bestimmt ein paar Gutmenschen die immer wider bemüht wären die Wichtigkeit dieser Organisation öffentlich zu propagieren bis sich die Leute dumm vorkämen wenn man nicht “geben” würde.
    Wer nicht “gibt” ist ja einen Geitzhals, in der reiche Schweiz ja sowieso, erst recht für so eine noble Sache.
    Dieselbe Gutmenschen würden dann im Gegenzug vom Club gepusht und bestimmt mit Aufträgen wie Studien und Gutachten (z.B. im Bereich Klima und gerechte Reichtum und Ressourcenverteilung) beauftragt.
    Bedenklich ist das diesen Haufen Kreuter-Butter Propheten ausgerechnet in die Schweiz will, es muss leider weit ins Ausland bekannt sein, wie locker das Geld unseren Institutionen in der Tasche sitzt.
    Diese bedauerlichen Episode soll uns vor Augen führen was für eine Anziehungskraft der verprasserische Umgang mit Steuergelder seitens unseren Regierenden gegen Aussen ausstrahlt.
    Berechtigte Frage wäre nun, wer versuchts als nächster?

  4. … einer sagte, er hätte da auch noch einen Pockerclub, der auch noch Anschubfinanzierung brauche


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