16. März 2008 von Loco - 8 Kommentare
Bei den kantonalen Wahlen in St.Gallen und im Kanton Schwyz ist die Linke vollkommen eigebrochen. In den Zeitungen von morgen wird das anders formuliert: Erdrutschsieg der SVP. Damit bleibt die peinliche Meldung des Absturzes der eigenen Spezies halbwegs im Dunkeln und bestenfalls dort zu finden, wo keiner mehr liesst: am Ende des Artikels.
Besonders nett war folgende Formulierung:
Christian Levrat nahm die Niederlagen seiner Partei enttäuscht, aber nicht überrascht reagiert. Die SP stehe prozentual ungefähr dort, wo sie im letzten Oktober bei den nationalen Wahlen gelandet sei, sagte Levrat.
Die Realität war für die Sozis schon immer etwas sehr diffuses. Denn in St.Gallen landete die SP bei 13% was “ungefähr” den 18% auf Bundesebene entspricht.
Am 4. Mai findet die zweite Durchgang für die Regierungsratswahl statt. Lucrezia Borgia-Maier muss gegen den Newcomer der SVP Kölliker antreten. Zwar hat die SVP die bessere Ausgangslage, aber die Lucrezia wird von den Linken und sicherlich auch von der FDP unterstützt. Die Dramaturgie der Ständeratswahl um Toni Brunner sollte sich somit wiederholen.
Auch im Kanton Schwyz schiffte die Linke von 15% auf 9% ab. Die SVP hingegen legte von 25% auf 41% zu. Das sind klare Fakten.
Bignasca sagte vor der Bundesratswahl, wenn Blocher nicht gewählt werde, hat die SVP bei den nächsten Nationalratswahlen 35%. Der Trend geht eindeutig in diese Richtung. Das Volk hat die Intrige der SP und der CVP absolut nicht goutiert und straft die Intriganten nun rigoros ab.
Auch in Hinblick auf Referenden sollte dieses Wahlresultat zu denken geben. Die Ostfreizügigkeit ist damit faktisch vom Tisch.
Die CVP und die FDP haben nur noch einen Ausweg aus dem Schlamassel: Ersatz der beiden Irrläufer im Bundesrat durch von der SVP bestimmte Kandidaten. Langsam sollte diesen Parteien dämmern, dass dieser Zustand nicht länger haltbar ist.
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Ich hoffe doch, dass das nicht nur auf die Abwahl Blochers zurückzuführen ist, sondern dass die Leute dort erkannt haben, dass soziale Gerechtigkeit und Gerechtigkeit zwei völlig unterschiedliche Dinge sind.
auch angenommene 35% nach den nächsten NR-Wahlen würde der SVP nicht viel weiterhelfen. Das Problem ist und bleibt unberechenbare FDP.
Der linke Pakt und die CH-Presse wird die SG-Wahlen aus ihrer Sicht kommentieren und die SP noch zum Sieger küren.
Mit ihrer Anti-Blocher-Politik, was überhaupt keine Politik ist, haben sich die Sozialdemokraten schön ins Abseits gebracht. Sie haben es aber immer noch nicht kapiert.
Ein gutes Ergebnis für die Schweiz.
“Der SP sei es nicht gelungen, ihre Themen der sozialen Gerechtigkeit und der Umwelt ins Zentrum des Wahlkampfs zu stellen.”
Dieser Scherz wird mich bestens durch die ganze Woche bringen.
CVP will LMS auswechseln:
http://www.espace.ch/artikel_496961.html
Blocher-Abwähler massiv unter Druck:
http://www.svp.ch/index.html?page_id=3589
Nun wird die Fdp zur Mehrheitsbeschaferin.
Geht sie den “Markwaldner” hinterher dann bleibt alles beim alten, zumindest bis zu den nächsten NR Wahlen.
Geht sie den “Leutenegglern” hinterher, dann gibt es ein Schimmer Hoffnung am Horizont.
Persönlich denke ich, dass die unglückliche Odyssee ins linke Milieu der Cvp (und ihre Konsequenzen) eine Lehre für einige Fdp Rapräsentanten sein wird.
Nun muss nur noch das peinliche Mundwerk von Couche-Pain zugenäht werden dann ist die Welt zwischen Bodensee und Genf wider in ordnung.