7. März 2008 von Gastbeitrag - 3 Kommentare
von Gregor A. Rutz, Ex-Generalsekretär SVP
Leider bin ich kein Experte. Ich bin zwar auch Jurist und kämpfe gegen Rassismus – wie Ellen Ringier. Ich bin auch Buchautor und beschäftige mich mit wirtschaftspolitischen Fragen – wie Sonja A. Buholzer. Ich bin Verfassungsrat und setze mich mit den Mechanismen der direkten Demokratie auseinander – wie Andreas Gross. Ich interessiere mich auch für internationale Probleme – wie Jean Ziegler. Aber eben: Ich bin leider kein Experte. Wahrscheinlich, weil ich Mitglied der SVP bin.
Experten haben Hochkonjunktur. Schliesslich lässt sich jeder Standpunkt glaubhaft vertreten, wenn man nur einen Experten bei sich weiss, welcher ins gleiche Horn bläst. Experten eignen sich auch hervorragend, um Verantwortung abzuwälzen: „Der Experte hat gesagt, dass…“ – und schon ist man aus dem Schneider. Da das Schweizer Staatsfernsehen und das Staatsradio sich selber nicht allzu auffällig auf eine politische Seite schlagen sollten, laden sie gerne Experten ein, welche dann – quasi stellvertretend für die Redaktoren – die entsprechenden Postulate vertreten.
Der Experte Longchamp
Der Politologe Claude Longchamp ist der Lieblingsexperte des Staatsfernsehens, denn er ist gleichzeitig eingeschriebenes Mitglied der Sozialdemokratischen Partei. Seine Prognosen weisen eine ähnliche Treffsicherheit wie die Wetterberichte vom Experten Jürg Kachelmann auf. Longchamp sagt denn selber auch, dass er als Partei „nur Umfragen, die man selber in Auftrag gegeben hat“ bei der politischen Arbeit verwenden würde.
Vergangenen Freitag kamen die Fernsehzuschauer wieder einmal in den Genuss der politischen Analysen des Experten Longchamp. Seine Voten in der „Arena“ fielen dann allerdings weit weniger wissenschaftlich aus als angekündigt. Rüde Attacken auf die SVP und unverblümte Plädoyers für einen EU-Beitritt der Schweiz prägten seine Voten. Mancher Zuschauer mag sich gefragt haben, wie Moderator Leuthard derartige Ausfälligkeiten lächelnd tolerieren konnte.
Der Experte Meyer
Der Patron aller Experten in der Schweiz ist Frank August Meyer, Sonntagsblick-Kolumnist und Ringier-Kampagnenchef. Der weit gereiste Schröder-Freund erklärt jeden Sonntag, wie die Politik in der Schweiz zu funktionieren hat. Auch diesen Sonntag erfreute uns Meyer wieder mit einer staatspolitischen Lektion erster Klasse: Geduldig erklärte er dem ignoranten Schweizervolk die Grundsätze der Demokratie.
Meyer ereiferte sich bei dieser Gelegenheit über allzu freizügige Interpretationen des Abstimmungsergebnisses vom 16. Mai seitens der Wirtschaft und der NZZ. Leider vergass er mit der Vorlage zur Erhöhung der Mehrwertsteuer in seinem Kommentar glatt die wichtigste Abstimmung. Diesem Versehen ist es wohl auch zuzuschreiben, dass Pascal Couchepin – der bereits am Mittwoch die nächste Mehrwertsteuer-Erhöhung lancieren wollte – ohne Schelte davon kam. Sicher aber steht diese Unterlassung in keinem Zusammenhang mit der Tatsache, dass Couchepin der Mitte-Links-Koalition regelmässig als Mehrheitsbeschaffer dient.
Experten à la carte?
Längst nicht alle Experten sind der herrschenden Mitte-Links-Koalition genehm. So etwa der Genfer Universitätsprofessor und Steuerrechtler Xavier Oberson. Sein Gutachten, welches den Schengen-Vertrag kritisch beleuchtete und darlegte, dass dieses Abkommen für die Schweiz wenig vorteilhaft ist und eine klare Schwächung („un affaiblissement certain“) des Bankkundengeheimnisses bedeutet, durfte nicht öffentlich werden. Hier scheint es gar einen dringlichen Vorstoss der SVP in der Sommersession zu brauchen, um diese entscheidende Expertise dem Volk zugänglich zu machen.
Deshalb möchten wir an dieser Stelle den Medienschaffenden einen anderen Experten Vorschlagen: Der Zürcher Regierungsrat Markus Notter, der – wie Claude Longchamp – ebenfalls eingeschriebenes SP-Mitglied ist. Vielleicht zitieren die Journalisten lieber seine Aussagen?
08:33 Grosse Pali-Demo am Samstag
08:16 Basteln mit den Palis
08:15 Handtasche und Luxusuhren geklaut
16:46 10vor10: Lügen bis die Balken brechen
16:43 Mit 200km/h auf der Autobahn
16:42 Einbruch in Schulhaus
16:42 Unbekannte berauben Rentnerin
16:41 Feinschmecker-Diebe schlagen erneut zu
16:40 Zwei Jugendliche beraubt
- spürnase marcello : Grosse Pali-Demo am Samstag
- Berner Bär : 10vor10: Lügen bis die Balken brechen
- spürnase marcello : Sonderrechte für Muslime
- R. B. : Sonderrechte für Muslime
- Fuchs : Sonderrechte für Muslime
- Balkanraser : 10vor10: Lügen bis die Balken brechen
- Christian Gerig : Warnung vor EUdSSR-Glühbirnenverbot
- Master_of : 10vor10: Lügen bis die Balken brechen
- oweh : Sonderrechte für Muslime
- Fuchs : Sonderrechte für Muslime
- Annubis : 10vor10: Lügen bis die Balken brechen
- Christian Gerig : 10vor10: Lügen bis die Balken brechen
Immer mehr handelsübliche Modelle von GPS-Navigationsgeräten sind mit einem System ausgerüstet, welches die Automobilistinnen und Automobilisten mit grosser Präzision vor polizeilichen Geschwindigkeitskontrollstellen warnt. Verbinden sie ihr GPS mit einem Handy, sind die Eigentümer solcher Geräte sogar in der Lage, sich über die Zentrale eines entsprechenden Anbieters innert weniger Minuten gegenseitig vor temporären Polizeikontrollen zu warnen. Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) macht Anbieter und Verkehrsteilnehmende darauf aufmerksam, dass solche Geräte den verbotenen Radarwarngeräten gleichgestellt und daher verboten sind.
Römisches Museum in Brugg
In Brugg wurde Ende November das römische Museum wiedereröffnet. Es heisst Museum Vindonissa in Anlehnung an die ehemalige Garnison der Römer in Windisch. Mit 5 Franken ist der Eintritt sehr moderat. Auch sonst bietet die Gegend viel rund um das Thema Römer. Ebenso gibt es zivile Römergruppen, die in Experimenten in Zusammenarbeit... [Mehr ...]
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Die E-Revolution geht zu Ende. Die Informatik ist zu einem festen Bestandteil unseres Lebens geworden. Sie hat entscheidend unser Kommunikationsverhalten beeinflusst und die Abläufe in unseren Leben tiefgreifend verändert. Doch die Technik ist nun ausgereizt, wahrscheinlich schon seit mehreren Jahren. ... [Link]
Der Wirtschaft geht es in den USA schlecht, Microsoft geht es in den USA schlecht … und mobilisiert daher nun die Reserven. Die liegen im Gegensatz zu anderen Firmen nicht auf dem Konto von Bill Gates, sondern auf auf den ... [Link]
Die ideale Form hat der Netbook noch nicht gefunden, doch langsam kristallisiert sich wenigstens heraus, wie er sein sollte. Zuerst erschien der ASUS: klein, leicht - aber zu klein! Die Tasten waren ein richtiges Mäuseklavier. Jedes zweite Mal landete man ... [Link]
Am 20. November jährte sich der 75. Jahrestag, an dem die Ukraine ihrer 11 Mio. Toten*) des Hunger-Holocaustes, des Holodomors, gedacht hat. Haben Sie etwas in unseren Medien darüber gelesen? Holodomor war der schlimmste Genozid, der jemals... [Mehr ...]
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Erstaunlich wie unsere Politiker energisch die Zügel in den Hände nehmen, um uns vor der Wirtschaftskrise zu retten. Doch letztlich wollen sie nur eins: sich selbst retten. Das tragische daran ist, dass diese “Massnahmen” die Wirtschaftskrise... [Mehr ...]
Sämtliche Finanzkrisen laufen nach dem gleichen Schema ab: die Aussicht auf Rendite zieht Einleger/Investoren an. Mit dem neuen Geld werden die Zinsen der älteren Einleger bedient. Das System funktioniert solange immer neue Gelder gefunden werden.... [Mehr ...]




Markus “Ja grösser wirds nöd/Chönd Sie nöd no es Gipfeli goge hole” Notter? Der übt doch noch immer an der Internationalen und v.a. an seiner Selbstverwirklichung im Internet:
http://www.markusnotter.ch
Der Artikel ist ein Reload vom November.
Ich hoffe nur dass die Experten mit denen uns den TV-Stalin…pardon Schweizer Fernsehen versucht zu vertrotteln nicht allzuviel von den TV Gebühren einstreichen.
Ich persönlich verzichte auf einen TV Anschluss um diese marode Drecksbude namens Schweizer Fernsehen nicht mitfinanzieren zu müssen.
Schliesslich gibts ihr bestes Produkt,”Soldat Läppli”, auch als DVD…