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Über Holodecks, Replikatoren und Laserschwerter
Warum der Abend-Blick scheitern wird …

von Echnaton | 6. März 2008 - 17:07 Uhr | 6 Kommentare

thbenk.jpgDie Abendzeitung “Heute” hatte keinen Erfolg. Sie lag wie Blei in den Kästen. Und es lag nicht am Layout, den einen schöneres typographisches Werk hat die Schweiz noch nie gesehen. An was lag es dann?

Eine Abendzeitung hat etwa um 13 Uhr (corr.) Redaktionsschluss. “News” kann sie gar nicht bieten, weil die Newsticker in der Nacht nicht laufen - ausser die der USA. Und so kommt es, dass eine Abendzeitung zwangsweise dazu verurteilt ist, über die neusten Magenbeschwerden der Britney Spears zu berichten, im Fachjargon “People-News” genannt.

Das zweite Gebiet sind die Gadgets: versteckte Schleichwerbung für iPhone und Co. Der Journalist Benkö berichtet seit fast einem Jahr intensivst über über ein Gerät, dass man gar nicht kaufen kann. Schläft der “Scheff”-Redakteur?

Es ist wohl davon auszugehen, dass es sich gar nicht um Journalismus handelt, sondern um PR. Erhält Ringier Geld von Apple? Ist es ein Dankeschön für ein bestimmtes Auftragsvolumen? Bekommt der Journi das Gerät gratis? Und eventuell noch weitere Zuwendungen? Schreibt Benkö ev. noch unter anderem Namen auf anderen Blogs? Weiss der Chef davon? Warum werden immer wieder gewisse Lieferanten, Anbieter in Heute vorgestellt? Ringier recheriert wohl über alles aber nicht über das …

Zusammenfassend: eine Abendzeitung ist ein Prospekt mit Promis. Überflüssig …

Hingegen wird der klassische (Bezahl-)Blick nun noch früher ausgeliefert. Verständlich, wer will schon mit ihm in der Hand im Tram gesehen werden … Doch auch er ist längst dem Untergang geweiht. Boulevard ist heute in allen Zeitung vorhanden. Die Gratiszeitungen und das Internet werden die Auflage bald unter die 200000 drücken und dann wird Ringier damit beginnen, Firmen in der Tschechien zu verkaufen, wetten?

Einer wird sich sicher freuen: Christoph Blocher. Er nannte den Blick unumwunden “ein Dreckblatt”. Das ist aber etwas hart, wer weiss, vielleicht ist Ringier irgendwann günstig zu haben. Er sucht doch grad so was. Das wäre auch gut für Benkö, dann kann er eine neue Serie über das Laserschwerter, Holodecks und Replikatoren schreiben. Blocher als Chef wäre da der ideale Mann. Der hat davon definitiv keine Ahnung.

Quelle:



6 Kommentare

  1. Achilles
  2. 6. März 2008 - 17:49 Uhr

    Der Schmutz-Verlag Ringier könnte doch das Geschäft mit Sex-Inseraten ausweiten. Das hält den Blick sicher am Leben. Geld stinkt bekanntlich nicht.

    Und noch eine prima Geschäftsidee, wenn das Druckgeschäft aareabwärts gehen sollte: Diversifikation ist das Motto, zum Beispiel in Bordelle. In Zürich ist das heute schon der Geschäftszweig, welcher am meisten Personal beschäftigt. Die linken Moralisten werden jubeln.

  3. Oli Garch
  4. 6. März 2008 - 19:11 Uhr

    Die Sache mit der PR ist - wie im Artikel beschrieben - das eine. Die politische Einseitigkeit der Ringierblätter das andere. Mit der sinkenden Auflage und der finanziellen Schieflage des Blicks habe ich kein Mitleid. Wer politisch so an den Lesern vorbeischreibt wie der Blick, z. B. bei der Abstimmung zum neuen Asyl- und Ausländergesetz, ist selber schuld und darf sich nicht wundern…

  5. guz
  6. 6. März 2008 - 19:30 Uhr

    Redaktionsschluss ist etwa um eins.

  7. Mainstreamer
  8. 6. März 2008 - 19:56 Uhr

    @Kulturbereicherer
    Ist Dir nicht aufgefallen, dass auf dem Blogwerk thematisch die gleichen Beiträge erscheinen wie auf heute-online, dort steht aber dann der Name Hogenkamp darunter. Vergleich doch mal diese zwei Beiträge:
    Blogwerk: http://neuerdings.com/2008/03/.....-250-euro/
    Heute-Online
    http://www.heute-online.ch/new.....ixen-85374

    Und es gibt noch Dutzend andere Beispiele … wen wundert es da, das Benkö immer gratis PR-Beiträge über das Blogwerk bringt. Das ist doch eine Mafia.

  9. schlechtmensch
  10. 6. März 2008 - 20:52 Uhr

    Wusste nichteinmal das der Ringier-Blick Clan die Schweiz mit weiterem ABFALL überfluten wollte…
    Tip an alle:
    Lässt die Jauche in den Kästen liegen.
    Stellt jeden der so was liest als ewig-Gestrigen hin, so im Styl:
    “Was? du liesisch no so was? Du bisch jo voll out, oder so…”

    Die Herausgeber solcher Panfleten sollen nebst der Herstellung noch die Entsorgung für den ganzen Müll bezahlen müssen, die Werbeeinahmen werden von selbst verschwinden…
    Eine “Oeko-Gebühr” für nutzlose Papierverschwendung soll man für diesen Firmen auch einführen.
    Besonders “.ch” finde ich äusserst verwerflich, dank den Journi D. Schaffner.

  11. Kulturbereicherer
  12. 6. März 2008 - 21:07 Uhr

    @Mainstreamer
    Die Zusammenhänge sind uns bekannt. Blogwerk/Badran/Zeix kann man als kommerziellen Wurmfortsatz der SP betrachten. Damit sollte eigentlich die enge Vernetzung von Ringier, bzw. deren Journalisten, mit der SP-Zentrale klar erkennbar sein.

    Verdächtig ist auch die Rolle der Sunrirse. Der “Carsten” (Chef von Sunrise) hat über Monate hinaus das Blogwerk finanziell am Leben erhalten. Und nun kommt sogar eine Werbung mit Che Guevara an die Öffentlichkeit.

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