29. Februar 2008 von McCarthy - 3 Kommentare
Es stimmt, die Privatfliegerei ist nichts für Arme: entweder sind es Freaks oder gelangweilte Reiche, die es sich leisten können. Doch nun scheint auch die Kategorie der Freaks wegzufallen. Das BAZL hat die Gebühren für sozusagen alles um 100 Prozent erhöht. Prüfungsgebühren, Prüfungsbestätigungen, Lufttüchtigkeitsprüfungen, Zertifizierung von Instandhaltungsbetrieben, usw … alles einfach Faktor 2 bis noch mehr. Am deftigsten trifft es die Veranstaltungen von Flugshows: bis zu 40 000 (!) Fr. sind dafür fällig.
Und für was? Für nichts! Das BAZL bietet kein Deut mehr an Sicherheit oder einer sonstigen Leistung. Doch damit ist die Kostenspirale noch nicht am Ende. Konnte man früher als Pilot mehr oder weniger ungehindert auf jeden Flugplatz hinauslaufen, hat es nun überall Kontrollen, Scanner, usw. - gleich wie bei den Flugpassagieren. Das behindert einerseits den Flugvorbereitung ungemein und ist alles andere als gratis.
Widerstand gibt es kaum. Der Aero Revue, das Organ des Aeroclubs, schrieb lediglich ein kleines Empörungsberichtlein. Kein Wunder, hängt der Verband doch am Geldtropf des Bundes. Die Privatfliegerei hat in den letzten Jahren durch die zunehmende Luftraumbeschränkungen und die Ereignisse rund um die Swissair massiv gelitten. Und nun wird sie noch massiv verteuert. Das BAZL begründet die Massnahmen mit dem Verursacherprinzip, zwecks Entlastung des Steuerzahlers. Auf diese Steuerreduktion sind wir nun mal gespannt.
Die Privatfliegerei kommt nun langsam in der Schweiz zu einem Ende. In allen umliegenden Ländern ist es massiv günstiger, in den USA kostet es gar nur noch einen Bruchteil. Und schon haben unsere Bürokraten wieder eine Branche auf dem Gewissen. Wen trifft es wohl als nächstes?
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Sonnenaufgang: 07:00 Uhr
Sonnenuntergang: 19:51 Uhr




Wenn bisher wirklich die Privatfliegerei subventioniert wurde, dann war das aber höchste Zeit!
wenn das Geld tatsächlich der Luftsicherung zufließt - ok. Wenn das Geld nicht Zweckgebunden ist - Sauerei.
Mich wundert aber, dass nicht ein einziges mal das Wort “Klimawandel” auftaucht.
Subventioniert wurde gar nichts. Die Luftfahrtkontrolle ist wegen der Verkehrsfliegerei aufgebaut worden. Die Privatfliegerei nimmt diese in Anspruch nicht weil sie sie will, sondern weil sie dazu gewungen ist.
Das ist etwa so, wie wenn ich Verkehrsampeln aufstelle, damit die Lastwagen sicherer und schneller durch die Strassen kommen und nachher hole ich mir das Geld von den Velofahrer, weil diese auch vor der Ampel anhalten müssen.