26. Februar 2008 von Redaktion
Das sind zwei deutsche TV-Moderatorinnen, links Charlotte Roche, rechts Eva Hermann. Eva Hermann kennt jeder. Sie schrieb einen Bestseller, in dem Sie für eine Retro-Frauenrolle plädiert und meinte Mal etwas unbedarft, die Rolle der Frau im 3. Reich sei anerkannter gewesen als heute (Winkelried berichetet). Die Konsequenzen waren Jobverlust und dann noch einen inszinierten Rausschmiss in einer Talkshow. Seither liesst man nichts mehr in den Medien über sie – sie ist Tabu.
Auch Charlotte Roche hat ein Buch geschrieben, so eine Art Frauenporno, in dem sie für Sadomaso plädiert und sonst noch so für krumme Praktiken, die selbst bei einem durchschnittlich liberalen Mitteleuropäer eher Ekel erregen als Zustimmung.
Nun, beide Protagonisten stehen etwas schief in der Landschaft, doch erstaunlich ist der Umgang der Presse mit ihnen. Charlotte Roche darf in allen Medien Publicity für ihr Buch machen. Ihre Ideen werden als neue Dimension der Frauenemanzipation gehuldigt, irgendwie weg von Alice Schwarzer hin zur Prostitution und Pornographie. Unverholen macht sich sie zudem Werbung für linke Ideen.
Dieses Beispiel zeigt die Moral der Linken. Pornographie und Perversion sind ok, wenn nur die Hure ihren tariflich vereinbarten Lohn bekommt. Eine Auseinandersetzung mit dem dritten Reich ist aber tabu – ausser man findet einfach alles schlecht und distanziert sich im jedem Nebensatz dreimal davon. Genau so funktioniert die Vergangenheitsbewältigung aber nicht. Und ob sexuelle Perversionen allein genügen um das Volk von seiner Geschichte abzulenken, glauben wohl allein die 68iger.
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Falls wir in hundert Jahren noch in Freiheit leben sollten, wird man von Eva Herman noch sprechen, aber von Charlotte Roche wohl kaum. So ein Blödsinn kann nur im Chaos enden. Eine alte kommunistische Weisheit besagt: zerstöre Moral und Sittlichkeit in einem Land, dann wird es dir zu fallen wie eine reife Frucht. Wie wahr.
Ich muss berichtigen:
“Falls wir in hundert Jahren wieder in Freiheit leben sollten, wird man von Eva Herman noch sprechen, …”
… und heute schrieb der Blick über Charlotte Roche. Cool, dass wir auch den Blick zu unseren Leser zählen können.
Nun gut, Eva Herman hat sich zu einer Aussage hinreißen lassen, deren Folgen absehbar waren. Mittlerweile bin ich der Meinung, dass diese Geschichte für Herman aber ein besseres Ende genommen hat, als für den Chef aller Gutmenschen, Johannes B. Kerner.Immerhin ist Deutschland um den Satz “Autobahn geht gar nicht” reicher und ganz ernst hat diesen dadurch entstandenen “Skandal” niemand genommen. Dass Herman gekündigt wurde, kann sie durch die Verkaufszahlen der danach folgenden Bücher glaube ich kompensieren.
Wenn Roche jetzt ein perverses Buch schreibt, in dem es definitiv nicht um Politik geht, dann lasst sie doch, man muss es ja nicht lesen. Wollten wir ernsthaft Meinungsfreiheit, dann muss auch das erlaubt sein, oder? Dieses Buch lebt im Grunde nur vom Skandal. Wer es liest wird am Ende feststellen, dass es furchtbar öde ist. Hermans Bücher haben da durchaus mehr Substanz und verkaufen sich auch ohne dem Beifall der Linksmedien hervoragend.