31. Januar 2008 von David Frankfurter
Die PNOS will dieses Jahr am 8. März ihr Saisondebüt geben. Diese Partei hat es relativ einfach: sie rasieren sich den Schädel, nehmen eine Fahne in die Hand, warten irgendwo auf der Presse und schon haben sie nationale Schlagzeilen (Der Pelli hat sich vor Neid schon alle Haare ausgerissen).
Da haben es selbst die Linksextremen schon schwieriger: ihre Demos werden wenn immer möglich von der linken Presse verschwiegen. Berichtet wird nur, wenn es erhebliche Sachbeschädigungen gibt und dann vor allem über das brutale Vorgehen der Polizei.
Nun beschlossen die Linksextremen auch etwas von der Publicity der PNOS zu profitieren und gesellen sich am 8. März zu ihren Anti-Gesinnungsgenossen. Diese Symbiose passt aber nicht allen, vor allem nicht dem Schwyzer Gemeinderat. Er hat das Gesuch der Veranstalter mit folgender Begründung abgelehnt:
Ein Aufeinandertreffen dieser beiden Gruppierungen beinhaltet erfahrungsgemäss ein erhebliches Gewaltpotential.
Das modernisierte Demonstrationsrecht
Das eröffnet ja ganz neue Perspektiven. In Zukunft könnte uns die PNOS von den 1. Mai-Krawallen erlösen, indem da jemand kurz ein Gesuch für eine Gegendemo bei der Zürcher Stadtregierung einreicht. Auch der Baumeisterverband könnte verhindern, dass der Verkehr in Zürich kollabiert, wenn die UNIA-Bosse wieder mal Publicity brauchen. Die Zürcher Verkehrsteilnehmer danken im Voraus.
Statt aber am 8. März in Schwyz sich auf Scharmützel mit der Polizei einzulassen, könnte die PNOS ja zu einer netten Stadtwanderung durch die Altstadt von Bern einladen – am besten unter der Führung von Claude Longchamp. Wir sehen schon jetzt die grenzenlose Empörung der Presse – wegen der Brutalität der Polizei, versteht sich.
Und einige Monate später wird man dann feststellen, dass fast alle Verfahren gegen die Linken wegen Landfriedensbruch eingestellt wurden, während sämtliche PNOS’ler zu saftigen Bussen verurteilt werden. Das wäre sogar äusserst nützlich: sowohl Presse, wie auch die Justiz könnten gleichzeitig einmal mehr in der Öffentlichkeit entlarft werden – sofern diese überhaupt noch entlarft werden muss.
Die PNOS sollte trotzdem etwas aktiver kommunizieren und in Zukunft bei der Presse darauf beharren, genauso wie die “WEF-Kritiker” nicht als (Rechts-)Extreme bezeichnet zu werden, sondern als “Einwanderungskritiker”. Wenn schon Political Correctness, dann bitte nicht nur für die Linken!
Winkelried hätte aber noch einen besseren Vorschlag: beide als Extremisten bezeichnen. Punkt.
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Also ich habe ja nichts dagegen, wenn Links- und Rechtsfaschisten sich hauen, aber sie sollen doch bitte die Sachen der arbeitenden Bevölkerung heile lassen.
Richtig, am besten so wie die Römer: wir wandeln eine Fussballstadion nach der Euro in ein Colloseum um, und lassen dann beide Parteien aufeinander los.
@kulturbereichere
wird dann der überlebende gewinner durch den keiser begnädigt?