31. Januar 2008 von Winkelried
Winkelried wurde diesen Januar 100′000 Mal besucht. Mittlerweile wird Winkelried zu Pressekonferenzen eingeladen, wir erhalten Pressemitteilungen und Veranstaltungshinweise*). Anders ausgedrückt: man nimmt Winkelried ernst.
Doch schauen wir uns die Zahlen genauer an: 100000 Besuche bedeuten nicht 100000 Besucher. Im Durchschnitt besucht uns ein Leser 4 Mal pro Monat. Winkelried hat somit etwa 25000 Leser monatlich. In der Printsprache würde man sagen, Winkelried hat 25000 Abonnenten. Damit hat Winkelried mehr Leser als etwa die Schweizerzeit und etwa 1/3 der Weltwoche, das bereits nach 6 Monate nach dem Start.
Mit etwas mehr als 3000 Besuche täglich ist Winkelried unbestritten der meistbesuchte Politblog der Schweiz – wahrscheinlich sogar der meistbesuchte Blog der Schweiz überhaupt. Die Besucherzahlen sind auch im internationalen Vergleich bedachtlich. Ein deutscher Blog hat es bereits einmal über 30000 Besuche/Besucher pro Tag geschafft, ein amerikanischer Pendant (es gibt viele davon) bringt es etwa auf 10000.
Der Quotient Besuche/Besucher zeigt, dass wir immer intensiver gelesen werden, bzw. dass man Winkelried als Informationsquelle wahr nimmt.
Zu unseren aktivsten Besuchern gehören übrigens die Journalisten. Vor etwa einer Woche schrieb Winkelried, dass wir hier keine Zigeuner im Tausch gegen die Steuerhoheit wollen. Heute lasen wir im Tagi: “Aus Rumänien kommen keine Zigeuner”. Inspiration. Jedem Tag lesen wir irgendwo solche Müsterli. Aber auch das Umgekehrte stimmt, auch wir holen uns die Inspiration in den Zeitungen. Nur: wir geben immer die Quelle an.
Doch Winkelried kann noch besser werden: Besucher lesen Texte nur dann ganz, wenn der Teaser gut geschrieben ist und neugierig macht. Auch müssen Texte, vor allem wenn sie länger sind, gut strukturiert sein. Das Internet verträgt keine langen Abhandlungen. Vorbild ist hier eindeutig 20min – kurze Texte und immer aktuell (im Inhalt natürlich voll daneben).
Den Kommentarbereich halten wir nach wie vor restriktiv und lassen nur Kommentare zu, die etwas zum Text beitragen und sei es Kritik. Kommentatoren, welche allzuoft auf ihren eigenen Blog aufmerksam machen wollen, müssen wir leider löschen. Auch Trolle mögen wir nicht sonderlich: es ist zu aufwändig, diese zu betreuen. Dafür haben wir dailytalk. Dort ist Betreuung vorhanden.
Lustig ist, dass die Universität Zürich fleissig Studien über Blogs macht, Winkelried, aber nicht berücksichtigt. Das ist etwa so, wie eine Wahlumfrage zu machen, und dann z.B. einfach die CVP wegzulassen. Seriöses ist da nicht zu erwarten.
PS: Diesen Beitrag mussten wir im Januar bringen. Februar hat weniger Tage …
*) vielleicht werden wir irgendwann Winkelried mit einer Veranstaltungsliste ergänzen, allerdings soll das nicht so verstanden werden, das wir dann auf jede Vernissage oder Mariachi-Band aufmerksam machen können.
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gratuliere!
winkelried ist eins der wenige ch medien die die sünden der sogenannten “guten” zur sprache bringt, was sonst praktisch unisono verschwiegen wird, und alles aus einer optik betrachtet dass die mainstremies bewusst meiden.
es ist langweilig ständig zu hören wie styllos und fremdenfeindlich die svp sei während sich linke ,wie cvp und sp, in scheingutmenschlichkeit umhüllen, mit hilfe von 97% der ch medien.
the show must go on!
Winkelried ist sehr wichtig denn er deckt den Presse- und Journalisten- Sumpf auf. Weiter so, der Weg ist richtig.
100000 Besucher sind gut und doch noch zu wenig. Winki muss der Trendsetter für die Bürgerlichen werden.
Schade das die SVP das Projekt eine Tageszeigung beerdigt hat. Das hätte viel gebracht und den Linken nicht das ganze, Betonung auf ganze, Feld überlassen.
Winkelried kann allerdings nur wesentlich wachsen, wenn wir mehr Autoren bekommen, die fähig sind, einen lesbaren Artikel zu schreiben. Wir bekommen zwar schon gelegentlich Zusendungen, aber mit so vielen Schreibfehlern, usw. dass es länger dauert, den Text zu korrigieren, als selbst einen zu schreiben. Einen haben wir mal korrigiert und der Autor hat sich dann so gefreut, dass er uns eine ganze Lawine solcher Elaborate schickte. Winkelried wäre hops gegangen, wenn wir das alles überarbeiten hätten müssen.
Bis jetzt hat Winkelried etwa 8 fähige Autoren, allerdings können die nicht jeden Tag einen Artikel schreiben, da sie auch ihre Brötchen verdienen müssen.
Ein weiteres Problem ist die Online Redaktion. Die Texte aufzubearbeiten ist gar nicht so einfach und sehr zeitaufwändig. Selbst wenn wir also gute Texte bekommen, dauert dann die Bearbeitung bis zu einer Stunde bis er online ist. Auch hier wäre mehr Unterstützung nötig.
Kommt Zeit, kommt Hilfe …
so, ich muss auch wieder einmal meinen senf dazu geben. sollten die 100′000 besucherInnen pro monat tatsächlich stimmen: gratulation. allerdings frage ich mich, wie ihr auf die idee kommt, dass eine person euch durchschnittlich vier mal pro monat besucht? die zahl ist wohl schlicht und einfach aus der luft gegriffen.
ich meinerseits ziehe mir eure satireseite täglich mindestens einmal rein.
dann noch zum kommentar vom kulturbereicherer. wenn ihr wirklich eine ganze stunde braucht, um die artikel online zu schalten, dann macht ihr definitiv etwas falsch, oder zumindest ineffizient. würdet ihr die rechtsreibfehler korrigieren, wäre das ja noch eher verständlich. aber offensichtlich tut ihr das nicht.
@hinschauende
1. Im Gegensatz zu anderen legen wir unsere Zahlen vollkommen offen und behaupten nicht irgend ein Märchen.
2. Besucher und Besuche unterscheidet man aufgrund der IP-Adresse. Diese ändert relativ selten. So findet man heraus (bzw. das Programm) wie oft IP-Adresse x bei uns vorbeigeschaut hat.
3. Winkelried ist ein Newsportal und kein Blog, Die verwendete Software, obwohl auf Wordpress basierend, ist wesentlich ausgefeilter und somit komplizierter. Unsere Autoren könnnen. daher nicht einfach direkt in den Blog hineinschreiben, sondern geben die Texte zuerst an eine Red. weiter.
4. Schreibfehler findet man auch massenweise auch in Printmedien – und wir haben uns schon wesentlich gebessert gegenüber vor 6 Monaten. Aber trotzdem: bei uns bloggen Fachleute und keine moralisienden Germanisten wie bei den Linken. Dort findet man zugegebenermassen weniger Schreibfehler, aber der Content ist doch sagenhafter Blödsinn.
@kulturbereicherer
“Einen haben wir mal korrigiert und der Autor hat sich dann so gefreut, dass er uns eine ganze Lawine solcher Elaborate schickte. Winkelried wäre hops gegangen, wenn wir das alles überarbeiten hätten müssen”
so einer läuft noch frei herum?
@kulturbereicherer
danke, ich weiss schon wie das mit den ip-adressen funktioniert. und ich weiss auch, dass (die wenigen, die keine “standleitung” haben) bei jeder einwahl eine neue ip vergeben wird. bei den anderen privaten wird spätestens nach 24 (oder auch 48) stunden eine neue ip vergeben, automatisch. ansonsten würde ja kei mensch kohle für eine statische ip abdrücken. fazit: abgesehen von journis und staatsbeamten ändert die ip der meisten besucher fast täglich.
ausgefeilter = komplizierter? das ist ja wohl ein riesen witz. das kannst ja selber nicht glauben, oder? ich lach mich weg.
@kulturbereicherer
hinschauende hat eher recht. Meine IP wechselt sicher 2 mal pro Tag aus beruflichen Gründen. Es ist also nicht ganz leicht, die Zahl der monatlichen Zugriffe pro Besucher zu ermitteln. Wahrscheinlich geht das nur, wenn du Cookies setzt.
@hinschauende/Achilles
Das stimmt schon, was ihr sagt: bei Netstream wechselt die IP etwa alle 3 Wochen, man kann sie natürlich auch selbst ändern*).Die Zahl der Besucher ist insofern realativ, indem natürlich jemand sowohl auf dem Arbeitsplatz, wie auch von zuhause aus zugreifen kann. Theoretisch sind das dann zwei Besucher. Aber auch der umgekehrte Fall ist denkbar: eine ganze Schulklasse greift auf Winkelried zu, oder mehrere Mitglieder einer Familie. Gehen wir mal davon aus, dass sich beide Effekte in etwa aufheben.
Genaueres Datenmaterial ist auch gar nicht zu beschaffen. Korrekt formuliert hätte es eigentlich heissen müssen: 25000 verschiedene IP’s haben auf unsere Webseite zugegriffen … das das versteht kei S…
*) Access-Provider wechseln nicht gern die IP’s ihrer Kunden. Das belastet das Netz, kann zu Verbindungsproblemen führen und vergrössert die Datenbanken. Auch Netstream behauptet, sie würden in der Regel alle 72 std. wechseln, machen sie aber nicht.