13. Januar 2008 von
Kaum ist Christoph Blocher aus dem Amt, erhöhen sich die Bundesräte massiv ihren Lohn. Ganze 4.1 Prozent ist ihnen der Raussschmiss von Blocher wert. Schliesslich besteht Nachholbedarf. Blocher blockierte alle entsprechenden Versuche über Jahre hinweg. Ein Vergleich mit dem Ausland lohnt sich:
- Schweizerischer Bundesrat 435′000 CHF (× 7!)
- Deutsche Bundeskanzlerin 190′000 Euro (1)
- Französischer Präsident 100′000 Euro, soeben erhöht auf 140′000 Euro (1)
Allerdings ist es mit der Lohnerhöhung für die Bundesräte nicht getan. Sämtliche Chefbeamtenlöhne rücken proportional nach. Jetzt kommt natürlich ein bisschen obligate Empörung von den Parteien. Für die SP wird diese Kritik – jede Wette – von Werner Marti kommen. Warum? Er kandidiert für den Ständerat und darf deshalb nun besonders oft im Schweizer Fernsehen sein Sprüchlein aufsagen.
Besonders lobenswert ist die Leistung von Samuel Schmid zu werten, wie sich in den letzten Tag wieder mal gezeigt hat. Der Samu – selig Unwissender von Ringiers Gnaden – änderte seine Meinung zum Schiessbefehl je nach Medienberichterstattung fast täglich.
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Verdiente ein BR letztes Jahr CHF 417′056.–, sollen es neu auf Jahresbasis CHF 434′155.– sein. Hinzu kommt eine “März-Zulage” von CHF 4′000.–.Ein BR erreicht so künftig einen Rekordlohn von gut CHF 438′000.—die Repräsentationszulage von CHF 30′000.–ist da noch nicht inbegriffen.
Bevor der BR seine Arbeit nicht gut erledigt (Ausnahme war der abgewählte BR Blocher), soll er auch keine Reallohnerhöhung erhalten.
Wo sind die Parlamentarier mit ihrem lauten VETO????
ich will hier keinen der bundesräte in schutz nehmen, bestimmt nicht. aber in der heiligen privatwirtschaft, die manche hier so gerne als vergleich beiziehen, gibt es chefs, die 2mio jährlich verdienen, trotz einem milliardenverlust.
im übrigen besteht der br aus sieben personen, die über solche geschäfte abstimmen. ihr behauptet also, der blocher hätte mit seiner stimme die “lohn”erhöhung verhindert, gegen die sechs anderen. geht mal rechnen.
@ In der Privatwirtschaft bestehen diese exorbitaten Löhne sehr oft aus Gewinnanteile. Kein Gewinn kein Boni. Immerhin hat die Firma das erwirschaftet. Die Löhne des Bundesrats sind im keinen internationalen Vergleich. Im Gegenteil, sie müssten sogar halberit werden.
@Die anderen sechs BR hätte das Geschäft schon gar ncht erst vorgelegt ..
schon alleine dass sie mehr garnieren als die frenchs oder krautz soll zu denken geben….und das mal 7.
von leistungen wollen wir mal nicht reden…..
Der Bundesrat redet doch sonst so viel vom sich “international anpassen” …
mann kann gut mit dem geld anderer grosszügig sein.
bin übrigens gespannt wie sich schlumpfine für steuersenkungen engagieren wird. oder wirds plötzlich heissen (zyliadis flüsterte zu) es bestehe objektiv betrachtet kein spielraum für senkung der fiskalbelastung?
bisher hat dieses jahr unsere regierung nur ausgaben un steuern erhöht.
wer was anderes weiss soll es mir bitte mitteilen.