5. Januar 2008 von Redaktion

Die grosse Koalition in Deutschland kann ja nicht gerade viele Erfolge vorweisen. Zwar sorgt sie immer wieder mit Scheingefechten in den Medien für Unterhaltung, doch das erinnert oft an insziniertes Polittheater. Regiert wird Deutschland faktisch von einer Zwangsehe der Wahlverlierer, die sich irgendwie mehr schlecht als recht über die Runden zu retten versuchen und auf ein Wunder, sprich Wirtschaftsaufschwung, hoffen. Wen überrascht es, wenn die Bürger sich enttäuscht von der Politik abwenden? Die Frage ist nur: Wohin? Politische Alternativen gibt es kaum.
Und das wissen auch die Politiker. Zur Zeit stehen die Landtagswahlen in Hessen an. Einen tollen Leistungsausweis kann der Landesvater Koch auch nicht gerade vorweisen. Warum auch, er wendet einen altbekannten Trick an, der komischerweise gerade bei den Deutschen immer wieder funktioniert: Populismus. Ein paar Sprüche für die Verwahrung krimineller Ausländer und schon ist er wieder der Held der Frustrierten. All jene, die noch vor kurzem riefen:”die CDU ist nicht mehr wählbar” stehen nun geschlossen hinter ihm.
Wahrscheinlich wird die Rechnung für Koch aufgehen, aber nicht für den Wähler. Ändern an der katastrophalen Ausländerpolitik der Bundesregierung kann auch er nichts. Aber die nächsten Wahlen sind ja erst in vier Jahren.
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Die anderen können noch weniger bieten als der “Vater der jüdischen Vermächtnisse”.
Das ist leider so.
… des musste uns mal erklären …
Die Antwort, warum man den deutschen Michel mit populistischen Sprüchen verseckeln kann – wie ihr das so hübsch formuliert – kann ich geben. Ich bin Deutsche.
Die Mechanismen, die auch in eurer kleinen Schweiz bekannt und wohl erfolgreich sind – sonst gäbe es ja für diese Meinungsfreiheits-Gasse keinen Grund – entfalten in Deutschland logischerweise noch viel stärkere Wirkung. Denn wir sind das Tätervolk und daran werden wir mindestens einmal am Tag gemahnt. Von Kindesbeinen an. Übrigens auch aus dem Ausland, wenns politisch grad kommod ist. Auf jeden Fall aber von unseren Politikern, Migranten und allen anderen Gruppen, die so ihre eigenen Pfründe wahren.
Das Gefühl der Hoffnungs,- und Machtlosigkeit ist bei der Mehrheit der 70 Millionen Deutschen – oder zumindest bei der älteren Generation – mittlerweile so ausgeprägt, dass jedes vermeintlich offene Wort von Seiten eines deutschen Politikes momentan entlastend wirkt. Und deshalb bejubelt wird: Denn eine Wahlalternative gibt es nicht und Hoffnunglosigkeit ist das schlimmste aller Gefühle. Deshalb funktioniert der Polit-Populismus der etablierten Parteien in meinem Vaterland [noch] so hervorragend.
Judith von der Osten
Deutschland
Muss man Kochs Lügengeschichten erklären ?
@Judith
Wir schalten für Dich um 17 Uhr einen Beitrag zu Deinem Kommentar auf. liess ihn mal.