13. Dezember 2007 von Winkelried - 8 Kommentare
Die Würfel sind gefallen. Der Ärger ist gross, doch das allein ist noch keine Oppositionspolitik auf Dauer. Um auf Dauer Opposition machen zu können, braucht es zwei Elemente: eine Tageszeitung, um die Bevölkerung, vor allem aber die eigenen Anhänger zu informieren und eine Organisation, welche auch dann die Unterschriften für Referenden zusammenbringt, wenn der Ärger verflogen ist.
1. Ein Medium
Als zentrales Medium der Oppositionspolitik braucht es eine Tageszeitung. Die Kosten belaufen sich auf 70 bis 120 Mio. Fr. Dieses Geld hat auch die SVP nicht. Auch kann man nicht warten, bis irgend eine Gratiszeitung “hopps” geht, um dann ein Schnäppchen zu machen. Doch selbst wenn die Finanzierung gelingen sollte, muss man dann auch noch die Journalisten haben, um die Zeitung zu füllen. Dieses Problem ist wahrscheinlich noch das Grössere als das Erste.
2. Die Organisation
SVP-Politik auf Gemeindeebene bestand sehr oft aus dem Aufstellen von Plakaten. Auch die SVP-Mitglieder sind nicht die fleissigsten, wenn es um das Unterschriftensammeln geht. Mag das kurzfristig anders sein, irgendwann ist der Ärger verfolgen und dann braucht es eine Organisation. Faktisch bedeutet das 50 vollamtliche Stellen, welche regelmässig die 50000 Unterschriften beibringen, um die Parlamentsarbeit zu behindern. Das allein verursacht etwa Kosten von 10 Mio. Fr. pro Jahr.
Diese Probleme sind lösbar, aber sie brauchen viel Kapital, Management und Brainware.
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Es wird nicht einfach, aber wir werden kämpfen. Das was heute Morgen passiert ist, ist eine Kriegserklärung an jeden demokratischen Schweizer Bürger.
warum sollten nur die Linken Journalisten rekrutieren können? Klar die haben es einfach, dort kann jeder mitlügen und mitdichten. Seriöse Journis sind dünn gesät, aber es gibt sie. Die genannten Zahlen sollten für die “reichen” SVP-ler aber kein größeres Problem darstellen. Und schließlich ist ja Winkelried auch noch da
und hilft mächtig an der Werbetrommel drehen.
Es wäre schon ein Anfang wenn jeder der die Svp Politik gutiert sich bei denen meldet und sich in der Verteilerliste für Referendenbögen einträgt und 3-4 Unterschriften einsendet, vielleicht mal einen Lappen Jährlich spenden, mann soll nicht von Don Blocher erwarten dass er den ganzen Aufwand trägt auch wenn er Miliardär ist, schliesslich geht es um alle, nicht nur um ihn.
Bei der Svp gehen anscheinend Beitritte ein wie verrückt, leider werden vielen in ein paar Wochen sich beruhigt haben und in Zukunft wahrscheindlich nicht einmal die eigene Unterschrift für Referenden einsenden…..leider.
http://www.svp.ch/?page_id=3455
[...] Volkswahl des Bundesrats pascal witzig – Auf die Spaltung folgt der Niedergang winkelried.info – Beginn der Opposition winkelried.info – CVP = Landesverräter winkelried.info – Hat Widmer-Schlumpf gelogen? [...]
werwandelt sich Blocher in einen Beppi?
http://www.arlesheimreloaded.c.....rn_blocher
was wird die SVP machen, wenn Sämi im Sommer zurücktreten sollte? Den Sitz verschenken, Blocher wieder bringen, sich von den Linken wieder einen vor die Nase setzen lassen? Für 4 Jahre in die Opposition gehen und gänzlich alle BR-Vorschläge ablehnen? Wenn sie die Konkordanz als gestorben abtut, braucht sie 2011 echte Mehrheiten, ohne die Zitter-FDP.
@ franei
Das ist eine gute Frage. Doch der Sami tritt nicht zurück, der ist schon allein zu faul um aufzustehen. Und das ohne +FDP … das wären ja noch mals eine Verdoppelung der Mandate und ehrgesagt, das will das Schweizer Volk auch nicht. Bignasca schätze die SVP bei den nächsten Wahlen auf 36%. Was darüber ist, ist ein Traum. Allerdings stehen ihr dann 3 Bundesratssitze zu. Denkbar wäre zudem, dass die CVP unter die 10% Grenze sinkt, dann muss die Leuthard wieder auf corr. über den Strich.
Die CVP wird mit Sicherheit unter die 10% Marke sinken. Ich kenne eine Bündner CVP-Politikerin, deren Namen ich hier nicht nennen werden, die mir gesagt hat, dass sie von vielen CVP Wählern angesprochen worden sei und diese ihren Unmut über ihre Partei zum Ausdruck gebracht hätten. Viele hätten gesagt, dass sie nie wieder CVP wählen würden. Und dies Stimmung ist sicherlich nicht nur auf den Kanton Graubünden begrenzt.