12. Dezember 2007 von asylstrasse
Aktueller denn je scheint heute des Römer Juvenals Satire über “Brot und Spiele”. Dem Volk zu geben nach was es trachtet, das nannte man bereits damals Populismus. Nun geht die vereinigte Bundesversammlung heute noch einen Schritt weiter und freut sich mit seiner Rot-Grün-Jenseitigen-Mehrheit kindgleich über die Abwahl von Christoph Blocher. Wenn man nun der SVP Schuld am ganzen Schlamassel gibt, dann zeugt dies von der Etablierung dieser altrömischen Staatsform, auch Euergetismus genannt. Wer aber mit Weitsicht regiert, der biedert sich nicht bei filzhutpressenden Jaguarsozis und burburrytragenden Cüpligrünen an. Nein, wer sich nur im geringsten über die Folgen in der Schweiz nach diesem “sagenhaften” Vormittag bewusst wird, bemerkt dass der Zug heute Morgen recht pünktlich in Richtung Unbekannt abgefahren ist. Das sich die Schweiz ändern wird, war bereits seit dem 21. Oktober klar. Dass dieser Niedergang aber dermassen schnell gehen würde, verblüfft nun sogar die erfahrensten Kapitäne.
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Bis heute habe ich gegen die LinksGrünen gekämpft. Ab heute führe ich Krieg gegen die CVP.
à propos: “Brot und Spiele” -> Populismus
Ist nicht die SVP eine populistische partei ?
chiao blocher!
@Rudenz
Winkelried und das ganze Theme ist an Deiner Seite!
@Winkelried
Danke für euren Einsatz. Ich werde Winkelried.info weiterermpfehlen und falls ich interessantes finde an euch weiterleiten. Ihr werdet noch hören von mir. Übrigens, ich bin wie Winkelried ein Nidwaldner.
Ich durfte Herrn Blocher an einem Botschaftsempfang in Peking erleben und kann nur sagen, dass er mit Abstand die beste Rede hielt, die ich in meinem über 7 Jahren in China auf der schweizerischen Botschaft zu hören bekam. Zudem war er sich nicht zu schade, auch nach der Rede noch mit den anwesenden Schweizerinnen und Schweizern zu sprechen, im Vergleich zu anderen Vertretern, die jeweils nach 5 Minuten wieder verschwunden waren… Einer der vielen Gründe, warum ich die Abwahl als desaströs betrachte, da Herr Blocher den Mut hat, Probleme anzusprechen und nicht um den heissen Brei redet…
Den Linken ist es gelungen, den Stimmbürger zu übertölpeln und zwei Personen gegen den Willen ihrer Partei in den Bundesrat zu befördern. Dies wird von ihnen als Glanzergebnis der “Konkordanz” gelobt. Das Wort Konkordanz stammt von lateinisch concordia=Eintracht. Bei diesem Ergebnis der Bundesratswahlen handelt es sich eher um ein Produkt der Zwietracht. Man sollte daher in Zukunft korrekter vom Diskordanz-Prinzip im Nationalrat und Bundesrat sprechen. Was auch für eine Demokratie der Normalfall ist.
Blocher hielt den Finger auf die Wunden, das schmerzte offenbar so stark, dass man ihm heute die rote Karte zeigte. Wenn er nicht von allen Ämtern zurücktritt, wird er wesentlich mehr Zeit haben um zu politisieren. Trotzdem sollte die SVP ihre beiden heute gewählten Bundesräte akzeptieren. Man muss auch mal zurückstecken können, umso mehr man daraus noch Kapital schlagen könnte. Die sture Haltung führt schlussendlich zur Spaltung der SVP und damit zur Stärkung des politischen Gegners. Wenn es ab heute holprig und gefährlich wird, hat das nicht nur die heuchlerische und hinterlistige CVP zu verantworten. Die SVP hätte ohne grösseren Gesichtsverlust die beiden Positionen einnehmen und ihr Werk weiter aufbauen können. Nun ist sie dabei, ihr eigenes Bauwerk zu zerstören und es dem Gegner zu überlassen, aus reiner Wut oder eben Sturheit.
an den hauslinken; eure pseudo-intellektuellen kantiphilosophiestunden am heiligkreuz reichen wohl kaum aus um das thema nachhaltig beurteilen zu können.
aus diesem grund empfehle ich ein wenig horizont. fangen wir deshalb mal hier an:
http://www.eurotopics.net/de/m.....pulismus/1
“Große Leistung des Parlaments”
Der Parteipräsident der Sozialdemokraten (SP), Hans-Jürg Fehr, sprach anschließend von einer “großen Leistung des Parlaments”. Die SP-Abgeordnete Chantal Galladé sagte, ihre Partei zeige mit der Wahl einer SVP-Politikerin anstelle Blochers, dass sie zwar zur Konkordanz stehe, dass aber “nicht alle Personen akzeptabel” seien. Blocher habe “Grenzen überschritten, die nicht tolerierbar” seien.
http://www.spiegel.de/politik/.....97,00.html
Im Zusammenhang mit der Abwahl von Blocher ( m.E. eine perfide Schweinererei) von einer “grossen Leistung des Parlaments” zu sprechen, ist m.E. der Gipfel der Frechheit!