30. September 2007 von Echnaton - Noch kein Kommentar
Winkelried ist ein junger Blog und doch: er wurde in weniger als 3 Monaten 100000mal besucht. Aber schauen wir uns aber die Zahlen etwas genauer an: Im ersten Monat kamen etwa die Hälfte der Besucher aus Deutschland. Diese Besucher sind uns natürlich willkommen, doch bringen sie uns für die politische Arbeit in der Schweiz wenig. Wir haben deshalb den Zähler angepasst. Aus der Schweiz wurden wir etwa 80000 mal von insgesamt etwa 30000 Personen besucht, und das in der Vorwahlzeit. Davon waren etwa 10000 Gelegenheitsbesucher.
Von den restlichen 20000 sind wahrscheinlich 5000 Leute aus dem politisch rechten, ebenso wie 5000 aus dem linken Spektrum. Der einen Gruppe diente Winkelried der Motivation, der anderen zur Empörung. Politische “Wirkung” hatte Winkelried allenfalls auf etwa die 10000 Besucher, die hier erfuhren, was sonst in den Medien verschwiegen wurde.
Unabhängig von diesen Zahlen hat Winkelried aber folgendes bewiesen:
1. Die linken Medien decken heute auf keinen Fall mehr das Meinungsbedürfnis der Bevölkerung ab. Es besteht eindeutig ein Bedürfnis nach nicht-linker Information. Zum Teil deckt die Weltwoche dieses Bedürfnis ab, doch diese erscheint nur einmal wöchentlich. Die Zeit ist eindeutig reif für eine rechte politische Tageszeitung und es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis diese erscheint. Wie und wer diese verlegen wird, ist in Anbetracht einer Initialfinanzierung von 60 bis 100 Mio. eher ein betriebswirtschaftliches Problem.
2. Trotz der Dominanz der SVP in diesem Wahlkampf hat sie ein Maximun dessen ereicht, was sie ohne Medienkontrolle erreichen konnte. Will die SVP weiter wachsen, muss sie gleich wie die SP ihr nahestehende Medien haben. Sie kommt nicht um eine Tageszeitung umhin, egal ob Blocher in den Bundesrat gewählt wird oder nicht.
3. Die hohe Investition in ein Printmedium lässt sich nur wieder einfahren, wenn ebenfalls Rundfunkmedien in die Strategie miteinbezogen werden.
4. Das Internet ist eindeutig das Medium der Zukunft, aber nicht als Stand-alone. Es braucht die Koordination zu den anderen Medien. Wir haben versucht und werden weiterhin versuchen, aufzuzeigen, wie die linken Medien andauernd ihre Internetspezies mit PR versorgen: Stichwort Blogwerk. Wir warnen ausdrücklich dafür, dieses Medium zu unterschätzen. Auch juristisch besteht hier ein Handlungsbedarf: einerseits wird jede kritische Bemerkung gegen die Einwanderungspolitik von den Linken mit Argusaugen verfolgt (die kleinste Entgleisung hätte sofort eine Anzeige zur Folge), während die Linken und Linksextremen vollkommen ungestraft unter dem Deckmantel der Anonymität zu Straftaten aufrufen, diffamieren und verleugnen können. Hier muss ein Riegel geschoben werden, wobei es nicht unbedingt neue Gesetze erfordert, sondern Strafverfolgungsbehörden, die nicht vollkommen blind auf den linken Auge sind.
Seit Jahren haben die linken Medien immer wieder genüsslich über die Veränderungen in der Medienlandschaft berichtet. Politische Gegner wurden von diesen jahrelang ungestraft diffamiert, schickaniert und verleugnet werden, während die eigene Kundschaft grosszügig mit wohlwollenden Berichten bedient wurde. Diese Zeiten sind nun vorbei - zum Glück. Auf keinen Fall aber dürfen die Täter vergessen werden. Dafür aber ist bereits gesorgt.





