19. September 2007 von Winkelried - 10 Kommentare

hb6h9874_pxgen_r_180xa.JPGWenn über das Internet gesprochen wird, dann gibt es seit Monaten nur einen Namen in der Schweizer Presse: Peter Hogenkamp. Dieser Internetexperte darf zu allem und jeden seinen Kommentar als geheiligter Experte geben. Der kleinste Anlass und die Medienpräsenz ist ihm und seinem Blogwerk sicher. Zufall? Ja, aber ein so genannter “linker Zufall” …

Wer das Blogwerk besucht, dem fällt zuerst einmal die Werbung für die SP-Kandidatin Jacqueline Badran ins Auge. Vielleicht eine gute Bekanntschaft von Hogenkamp. Doch Irrtum: Geschäftspartnerin. Und dann wird es interessant. Dahinter steht die Firma www.zeix.com, ein Webdesign-Unternehmen. Die Referenzliste zeigt, welche Kunden die Firma hat: mit wenigen Ausnahmen sind es öffentliche Verwaltungen. Da sind wir ja beruhigt, das Jaqueline Badran gegen den SVP-Filz im Nationalrat kämpfen will. Heucheln war nun schon immer eine Paradedisziplin der Linken.

badran.jpgDoch damit fängt der linke Filz erst an. Unter den Blogs von Blogwerk findet man die Medienlese - eine Art schlechter Gutmenschen-Langweiler-Blog zum Thema Medien, kaum der Rede Wert. Interessanter sind aber die Kommentatoren, die dort sektenhaft ihren linken Empörungssenf ausdrücken. Folgt man diesen Links, ist man schnell mal auf der Webseite www.ignoranz.ch – ein sozialfaschistisches Konstrukt der übelsten Sorte (siehe Kommentare). Auch ein Klick auf einige andere Links verraten: hier ist die Antifa-Schikeria zuhause. Wiederum andere Links führen auf Blogs von kantonalen Angestellten. Wann diese arbeiten, scheint ein Rätsel zu sein, die Blogs werden dauernd mit Informationen gefüttert. Alle haben aber eines gemeinsam: sie scheinen sich gut zu kennen.

Wir laden alle ein, etwas durch den linken Filz zu surfen – die Links machen’s möglich.

Aber noch kurz zurück zu unserer Ausgangsfrage: Warum darf sich immer Peter Hogenkamp in den Medien äussern? Schliesslich ist ja nicht jeder Journalist Mitglied der SP. Stimmt, es soll Ausnahmen geben. Dumm nur, dass der “SVP-Filz” sich seine Inserate selbst bezahlen muss. Aber keine Bange – es gibt genug “PR-Berater“, die einen guten “Zugang” zu den Journalisten haben.

PS: Fairerweise muss aber auch gesagt werden, dass die Kompetenz von Badran und Hogenkamp unbestritten ist.

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  1. phogenkamp

    Hallo Winkelried,

    dann danke ich recht herzlich für die weitere PR. Ich wusste bisher gar nicht, dass ich so omnipräsent bin. Es freut mich allerdings.

    Als Deutscher fehlt mir ein bisschen das Gefühl dafür, was es heisst, “linker Filz” zu sein. Weil ich in der Schweiz nicht wählen und nicht gewählt werden kann, hatte ich bisher das Gefühl, ich sei nicht sehr filzverdächtig. Aber nun gut, bin ich’s eben doch. Interessante Wahrnehmung in jedem Fall.

    In Deutschland darf ich wählen und tue es auch. Dort habe ich inzwischen alle vier wählbaren Parteien (FDP, CDU, SPD, Grüne) durch. Inhaltlich stehe ich keinesfalls der SPD am nächsten.

    Dass Zeix vom linken Filz profitiere, sehe ich auch nicht so richtig. “Mit wenigen Ausnahmen sind es öffentliche Verwaltungen?” Also umsatzmässig sicher nicht. Unsere grössten Kunden sind immer schon Telcos und Banken. Und was die öffentliche Hand angeht: Bisher ist es im Umgang mit der Stadt Zürich immer deutlich *schwieriger* gewesen, Pitches zu gewinnen, weil Jacqueline im Gemeinderat ist. Beim Kanton Bern zum Beispiel (ursprünglich “mein” Kunde) hat das keinen Menschen interessiert. Aber auch hier: Interessant, wie die Wahrnehmung von aussen ist.

    Dass ich Jacqueline für ihre Nationalratskampagne unterstütze, stimmt. (”Wer das Blogwerk besucht…”, stimmt nicht ganz; die Werbung läuft nur auf meinem Blog.) Ich hoffe, sie wird gewählt, sie wäre eine Bereicherung in Bern, davon bin ich überzeugt. Dass sie als Unternehmerin nicht die typische Klischee-SPlerin ist, ist wohl auch klar. Ihr solltet mal auf einen Kaffee vorbeikommen und mit ihr reden.

    Blogwerk ist ansonsten ziemlich apolitisch. Wenn medienlese Fragen stellt, sind das die Fragen des medienlese-Redaktors. Ich gebe weder Themen noch Aussagen vor.

    Die Kommentare bei medienlese habe ich wohl bisher nicht gut genug gelesen. Sind die sektenhaft? So richtig, wie sich die Katholiken in Hugo Stamms Blog sektenhaft benehmen? Das muss ich mal anschauen gehen.

    Über das PS habe ich mich ehrlich gefreut. Hut ab, wenn sich jemand am Ende nach haufenweise Ärger noch so ein Statement abringt. Das meine ich nicht ironisch.

    Schöne Grüsse
    Peter

  2. dac

    Ich bedanke mich ebenfalls recht herzlich für den Link, auch wenn ich dadurch generierte PR-Aufträge weitergeben müsste. Was dank meinen Beziehungen zu wirklichen PR-Beratern kein Problem wäre, ausser, eine bestimmte Partei-Zugehörigkeit wäre Bedingung ;-)

  3. Orwell

    He, he … denen hast Du es heimgezahlt – die sprengen Dir bald Deinen Briefkasten in die Luft. Übrigens, beim Web antifa und indymedia hockt ein Kantonsangestellter dahinter – weisst du das?
    Lösch doch die beiden Kommentare oben. Das machen die auch. Auf den letzten Satz im Betrag hättest Du verzichten können.

  4. Nix wird gelöscht! Wir haben hier Regeln und an die halten wir uns … ja wir haben die Namen, ist mehr als einer.

  5. Also hier noch ein paar Fakten:

    Auf http://www.medienlese.ch allein führen 11% der Links auf sozialfaschistische Seiten.
    Der Betreiber scheint nichts davon zu wissen. Nicht einmal der Redakteur Ronnie Grob wusste angeblich, dass seine Chefin Mitglied der SP ist. Es bestritt eine politische Bindung.
    Somit ist faktisch klar: Blogwerk ist ein Tummelplatz der linksextremer Kreise, finanziert von der Firma http://www.zeix.ch. Und natürlich: … die Verantwortlichen scheinen nichts zu wissen.
    Wir bleiben dran …

  6. phogenkamp

    Das wird mir hier leider etwas zu albern. Kann sehr gut sein, dass das mein letzter Kommentar ist. Hab’s nicht so mit extremen Ansichten, beider Richtungen übrigens.

    1. medienlese.com bitte. “.ch” finden wir in Verleugnung jeder nationalen Identität viel zu schweizerisch.
    2. Was ist eigentlich sozialfaschistisch genau? Ich kannte das Wort bisher gar nicht?
    3. Welche Links? Vorgestern waren es ja noch die Kommentare, die von dubiosen Sites stammen. Sind es jetzt die ausgehenden? Darf ich das Excel-Sheet mit der Analyse haben?
    4. Woran erkennt man sozialfaschistische Seiten?
    5. Gemeint sind “Sites”, oder? Also “Internetangebote”, nicht “Internetseiten”. Oder gibt es allenfalls auch innerhalb normaler Sites einzelne sozialfaschistische Seiten?
    6. Dass Ronnie Grob nicht weiss, dass Jacqueline Mitglied der SP ist, halte ich für ein Gerücht. Vermutlich weiss er es nicht von Geburt an, aber sicher seit rund einem Jahr. Worauf stützt sich diese Aussage?
    7. Blogwerk, der Tummelplatz linksextremer Kreise, ist nur zu einem geringen Teil von Zeix finanziert (15.4% der Aktien).
    8. Ist vielleicht linksextrem und sozialfaschistisch das gleiche? Linksextrem kenne ich.
    9. zeix.com. Siehe 1.
    10. Welche Verantwortlichen? Die von Zeix? Von Blogwerk? Ronnie Grob?

    Ja, bleibt mal dran. Reiseberichte aus Absurdistan finde ich immer spannend. Schöne Grüsse an alle dort.

  7. phogenkamp

    Sorry, hab natürlich was vergessen.

    11. Seit wann ist Jacqueline die Chefin von Ronnie?

    Im – verabscheuungswürdigen – Kapitalismus gibt es sog. Aktiengesellschaften, bei denen es Aktionäre gibt und Verwaltungsräte und eine vom Verwaltungsrat bestellte Geschäftsleitung und Mitarbeiter. Wenn nun die Geschäftsführerin einer AG mit ihrer AG Anteile an einer anderen AG hält (aber nicht im VR der anderen AG sitzt), ist sie nicht automatisch die Chefin aller Mitarbeiter dieser anderen AG. Hm, ist zu kompliziert. Soll ich’s aufmalen? Anders gesagt: Wenn ich Aktien der UBS kaufe, bin ich nicht gleich Chef von Esther Grof, meiner Kundenbetreuerin, in der Filiale Zürich-Wiedikon.

  8. Herr Hogenkamp darf sich selbstverständlich hier unzensiert äussern. Als einer unserer Leser sich in seinem Blog http://www.medienlese.ch positiv zu Winkelried äusserte, wurden seine Beiträge sofort gelöscht, bzw. erst gar nicht freigeschaltet – ein klares Zeichen linker Mache. So wurden wir übrigens auf seine Seite aufmerksam.

  9. phogenkamp

    In unseren Blogs darf sich auch jeder unzensiert äussern, solange es nicht gegen geltendes Recht oder die guten Sitten verstösst.

    Ronnie Grob als verantwortlicher Redaktor für medienlese.com hat keinen Kommentar zu dem Winkelried-Beitrag gelöscht.

    Wir löschen nur Dinge, die eindeutig Kommentarspam sind. Wir durchsuchen aber sicherheitshalber gerade nochmal die Logs. Hinweise, wann der Kommentar genau geposted wurde, wären hilfreich. Hier oder per Mail an mich unter vorname.name@blogw….com.

  10. guyinkognito

    dass hogenkamp zu “allem und jeden” einen kommentar als experte geben darf halte ich für ein gerücht und seit wann ist zeix eigenltich ein “webdesign-unternehmen”? nachsitzen, winkelried, übelschlechte recherche. ich halte nichts von linken Leuten, aber leute die ängstlich hinter jedem busch einen linken vermuten, haben auch gehörig eine ecke ab…


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