6. September 2007 von Gastbeitrag - 2 Kommentare
![]()
Eine Art Siegessäule
Von Thomas Widmer
Muslime fordern den Bau von Minaretten in der Schweiz. Sind die Glaubenstürme Triumphzeichen islamischer Macht oder nur dekoratives Beiwerk ohne tiefere Bedeutung?
Manche Leute finden Minarette schön, andere fürchten sie; ähnlich wie bei Kirchtürmen ist das eine Frage des geopolitischen Blickwinkels und Naivitätsgrades. Kunstgeschichtlich interessierte Touristen können die Ästhetik eines Moscheeturms in Unschuld würdigen. Gebrannte Kinder der Geschichte empören sich über denselben Turm: Der christlichen Bevölkerung auf dem Balkan etwa sind Minarette ein Ärgernis, ja Hassobjekt, weil sie die jahrhundertelange brutale Unterdrückung durch die türkischen Osmanen symbolisieren. Diese richteten ihre Minarette überall auf, wo sie an die Macht kamen. Nachdem Mehmet II. 1453 Konstantinopel genommen hatte, befahl er sofort, der uralten Kirche Hagia Sophia ein Minarett beizufügen.
«Eine Art Siegesturm» nannte die deutsche Orientalistin Annemarie Schimmel, eigentlich eine Islamschwärmerin, das Minarett sehr unsentimental. «Das sichtbare Zeichen der Gegenwart des Islam in einem neu eroberten Gebiet.» In Langenthal, in Wangen bei Olten und in Wil gibt es Pläne, ein Minarett zu bauen. Handelt es sich dabei um angewandte Integration? Oder sollen da auf dem Gebiete der Eidgenossenschaft Triumphzeichen des Islam errichtet werden? Eine eben lancierte Volksinitiative geht von der zweiten Deutung aus und will ein Bauverbot in die Bundesverfassung schreiben. Hoch umstritten allerdings, ob das rechtlich zulässig sei. Der ehemalige Bundesgerichtspräsident Giusep Nay ortet eine Verletzung der Religionsfreiheit. Leuten, die sagen, das Minarett sei gar nicht Bestandteil des Kernislam, hielt er kürzlich in einem Zeitungsinterview entgegen: «Es ist nicht Sache des Staates zu bestimmen, was Inhalt einer Religion ist und was nicht.»
«Man müsste ins Gespräch kommen»
Eine lebendige Diskussion darüber – und über das Minarett allgemein – ist bisher nicht in Gang gekommen. Gutmeinende Schweizer verpönen die Minarettskepsis von vornherein, sehen sie als Teil eines Wahrnehmungsproblems der eigenen Seite, als Symptom für deren Ignoranz. «Man müsste ins Gespräch kommen. Und fragen können: Wovor habt ihr eigentlich Angst?», hat Bischof Kurt Koch in der NZZ am Sonntag über hiesige Minarettgegner gesagt. Das Misstrauen der Leute wird allerdings nicht kleiner, wenn, wie in Wangen, die Initianten eines Minarettprojekts über ihrem Versammlungs- und Gebetslokal die Fahne der Grauen Wölfe hissen. Also einer rechtsextremistischen, berüchtigt brachialen und gefährlichen Türken-Organisation.
Warum überhaupt der auffallende Drang der Schweizer Muslime in letzter Zeit, ihr Gebetslokal mit einem Minarett auszustatten? Der Ostschweizer Arzt Hisham Maizar, Präsident der Föderation Islamischer Dachorganisationen in der Schweiz, nennt als Hauptgrund die Demografie. In den letzten anderthalb Jahrzehnten habe sich die Zahl hiesiger Muslime, vor allem wegen des kriegsbedingten Zustroms von Leuten aus Ex-Jugoslawien, auf gut 350000 verdoppelt. «Mittlerweile haben wir eine zweite Generation. Diese Personen können sich sprachlich artikulieren und ihre Bedürfnisse ausdrücken. Nachdem sie und ihre Vorgänger der Schweiz viel gegeben haben, können sie nun auch ihre eigenen Ansprüche äussern. Sie wollen ihren Glauben nicht länger im Verborgenen oder Versteckten in einem Hinterhofraum leben, sondern möchten zeigen: Das ist der Islam, vor dem ihr Angst habt. Eure Angst ist unnötig.»
Und doch ist die Angst bei manchen da. Der anatolischen Putzfrau in Muttenz, dem kosovarischen Fabrikarbeiter in Grenchen, dem kellnernden türkischen Studenten in Zürich wird man nicht Weltherrschaftsdrang unterstellen wollen. Anderseits teilt die klassische islamische Staatslehre die Welt tatsächlich in Dar al-Islam (Haus des Islam) und Dar al-Harb (Haus des Krieges) und formuliert als Ziel die Schaffung eines einzigen grossen Dar al-Islam. Und die Scharfmacher der Gegenwart denken durchaus in diesen alten Kategorien – und kombinieren sie agil mit neuzeitlichen Ideen; in den neunziger Jahren löste der damalige Bürgermeister von Istanbul und heutige türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan einen Skandal aus, als er öffentlich inbrünstig ein Gedicht des Türkentum-Ideologen Ziya Gökalp rezitierte: «Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Kuppeln unsere Helme, die Minarette unser Bajonette und die Gläubigen unsere Soldaten.»
Das Minarett, vertikale Manifestation des Islam, soll in der muslimisch geprägten Stadt alle anderen Bauwerke überragen. Insbesondere die der Konkurrenzreligion Christentum – sofern Kirchen überhaupt zugelassen sind, denn Saudi-Arabien zum Beispiel duldet keine Häuser fremder Religionen und hat alle Spuren des Christentums getilgt. Mit dem Minarett visualisiert sich der Islam als starke Kraft. Manchmal auch als aggressive Kraft: Das Minarett sei an vielen Orten Afrikas, lange bevor die christlichen Sklavenhändler kamen, ein Symbol der Unterdrückung gewesen, eine Manifestation des arabischen Kolonialismus, hat der renommierte Nahost-Historiker Efraim Karsh in seinem Buch «Islamic Imperialism» vorgeführt. Das Minarett ist dazu der konkrete Ort, von dem aus traditionell der Islam verkündet wird als dringende Einladung an alle Menschen. Eulogius, ein christlicher Geistlicher im muslimischen Spanien, pflegte die Ohren mit den Händen zu bedecken und Bibelverse zu rezitieren, wenn der Gebetsruf erschallte; er wurde, im Jahre 859, wegen dieser und anderer Respektlosigkeiten enthauptet.
Verzichtbarer Bestandteil des Islam
Das Minarett (arabisch: manara) tritt bleistiftdünn in der Türkei auf, Campanile-artig in Nordafrika, spiralig im Irak. Im Koran, der Grundlage allen islamischen Tuns, ist es nicht wörtlich erwähnt – was letztlich heisst: Es ist kein wirklich unabdingbarer Bestandteil des Islam. Was dessen Stifter Mohammed, 570 bis 632 nach Christus, angeht, auch er eine Glaubensnorm der folgenden Generationen, so bat dieser eines Tages einen seiner Anhänger, einen dunkelhäutigen Ex-Sklaven aus Abessinien, der berühmt war für seine wohlklingende Stimme: «Steige empor, Bilal, und rufe sie alle zum Gebet!» Der zum ersten Muezzin des Islam ernannte Bilal tat dies, aber nicht von einem Turm, sondern – wohl – von einem Hausdach. Noch der vierte von Mohammeds Nachfolgern, der Kalif Ali, war strikt gegen die Idee, den Muezzin höher hinauf zu befördern: Dieser sieht dann nämlich besser auf die Dächer der umliegenden Häuser, den Tummelplatz der Frauen. Kein Wunder, bildete man, als sich das Minarett durchsetzte, mit Vorliebe Blinde zu Gebetsrufern aus.
Minarette dokumentierten in den nächsten Jahrhunderten die islamische Expansion und prägen heute Metropolen, das höchste, 210 Meter, steht in Casablanca, in Teheran sind gleich zwei im Bau, die 230 Meter hoch werden sollen. Allfällige neue Schweizer Minarette – in Zürich und Genf stehen schon welche – wären vergleichsweise winzig, sechs Meter sind es in Langenthal. Sie sollen auch nicht mit Muezzinen bemannt werden; ohnehin kommt der Gebetsruf heute fast überall aus dem Lautsprecher. Arzt Maizar spricht von «Bonsai-Minaretten», die «rein symbolisch gedacht» seien. Doch noch einmal die Kernfrage: Was sind das für Leute, die plötzlich Minarette verlangen, die nicht einmal im Koran vorkommen? Saïda Keller-Messahli, Präsidentin des Forums für einen fortschrittlichen Islam: «Diese Leute sind jedenfalls eine Minderheit. Orthodoxe halt. Achtzig Prozent der Muslime nehmen die Religion nicht so wichtig, betrachten und leben sie eher als Privatsache. Für sie sind Minarette kein Thema.»
08:48 Fragen zum Tod in Olten
08:33 Grosse Pali-Demo am Samstag
08:16 Basteln mit den Palis
08:15 Handtasche und Luxusuhren geklaut
16:46 10vor10: Lügen bis die Balken brechen
16:43 Mit 200km/h auf der Autobahn
16:42 Einbruch in Schulhaus
16:42 Unbekannte berauben Rentnerin
16:41 Feinschmecker-Diebe schlagen erneut zu
- Bürgermeister Hans Waldmann : Sonderrechte für Muslime
- Oeko-Clown : UN-Schuldirektor baute Nachts Bomben
- Bürgermeister Hans Waldmann : Sonderrechte für Muslime
- Die Realität : Palästinensische Tierliebe
- B. : UN-Schuldirektor baute Nachts Bomben
- Fuchs : UN-Schuldirektor baute Nachts Bomben
- Bürgermeister Hans Waldmann : Sonderrechte für Muslime
- spürnase marcello : Grosse Pali-Demo am Samstag
- Berner Bär : 10vor10: Lügen bis die Balken brechen
- spürnase marcello : Sonderrechte für Muslime
- R. B. : Sonderrechte für Muslime
- Fuchs : Sonderrechte für Muslime
Immer mehr handelsübliche Modelle von GPS-Navigationsgeräten sind mit einem System ausgerüstet, welches die Automobilistinnen und Automobilisten mit grosser Präzision vor polizeilichen Geschwindigkeitskontrollstellen warnt. Verbinden sie ihr GPS mit einem Handy, sind die Eigentümer solcher Geräte sogar in der Lage, sich über die Zentrale eines entsprechenden Anbieters innert weniger Minuten gegenseitig vor temporären Polizeikontrollen zu warnen. Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) macht Anbieter und Verkehrsteilnehmende darauf aufmerksam, dass solche Geräte den verbotenen Radarwarngeräten gleichgestellt und daher verboten sind.
Römisches Museum in Brugg
In Brugg wurde Ende November das römische Museum wiedereröffnet. Es heisst Museum Vindonissa in Anlehnung an die ehemalige Garnison der Römer in Windisch. Mit 5 Franken ist der Eintritt sehr moderat. Auch sonst bietet die Gegend viel rund um das Thema Römer. Ebenso gibt es zivile Römergruppen, die in Experimenten in Zusammenarbeit... [Mehr ...]
:
Die E-Revolution geht zu Ende. Die Informatik ist zu einem festen Bestandteil unseres Lebens geworden. Sie hat entscheidend unser Kommunikationsverhalten beeinflusst und die Abläufe in unseren Leben tiefgreifend verändert. Doch die Technik ist nun ausgereizt, wahrscheinlich schon seit mehreren Jahren. ... [Link]
Der Wirtschaft geht es in den USA schlecht, Microsoft geht es in den USA schlecht … und mobilisiert daher nun die Reserven. Die liegen im Gegensatz zu anderen Firmen nicht auf dem Konto von Bill Gates, sondern auf auf den ... [Link]
Die ideale Form hat der Netbook noch nicht gefunden, doch langsam kristallisiert sich wenigstens heraus, wie er sein sollte. Zuerst erschien der ASUS: klein, leicht - aber zu klein! Die Tasten waren ein richtiges Mäuseklavier. Jedes zweite Mal landete man ... [Link]
Am 20. November jährte sich der 75. Jahrestag, an dem die Ukraine ihrer 11 Mio. Toten*) des Hunger-Holocaustes, des Holodomors, gedacht hat. Haben Sie etwas in unseren Medien darüber gelesen? Holodomor war der schlimmste Genozid, der jemals... [Mehr ...]
Immer wieder liesst man in de Medien Vergleiche mit der grossen Depression. Ist das aus ökonomischer Sicht haltbar oder bloss Journalistengeschwätz? Beide Krisen haben gemeinsam, dass sich sowohl eine Finanzkrise mit einer realwirtschaftlichen... [Mehr ...]
Erstaunlich wie unsere Politiker energisch die Zügel in den Hände nehmen, um uns vor der Wirtschaftskrise zu retten. Doch letztlich wollen sie nur eins: sich selbst retten. Das tragische daran ist, dass diese “Massnahmen” die Wirtschaftskrise... [Mehr ...]
Sämtliche Finanzkrisen laufen nach dem gleichen Schema ab: die Aussicht auf Rendite zieht Einleger/Investoren an. Mit dem neuen Geld werden die Zinsen der älteren Einleger bedient. Das System funktioniert solange immer neue Gelder gefunden werden.... [Mehr ...]





Was haben die “Flüchtlinge” aus Ex-Jugoslawien der Schweiz gegeben ?
Für Aufklärung wäre ich sehr dankbar…
Aussage von Erdogan:
Am 6. Dezember 1997 zitierte er den türkischen Dichter Ziya Gökalp mit folgenden Zeilen:
“Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten.”
Ich bin der Meinung, das diese Worte genug aussagen über die Motivation des Islam bezüglich Moscheenbau und Minarette! Jetzt haben wir das Jahr 2007 - 10 Jahre sind ins Land gegangen - nichtsdestotrotz hat sich an den Zielen des Islam nichts, aber auch gar nichts, geändert. Das ist für ich mehr als offensichtlich und wird tagtäglich mehrfach durch die aktuellen Geschehnisse rund um den Islam in ganz Europa bestätigt.