31. August 2007 von Winkelried
50 Tage vor den Wahlen scheint sich die SP etwas gefangen zu haben. Den Grünen setzt das kalte Wetter stark zu – trotz intensivster Berichterstattung über jeden überfluteten Keller. Doch das Schlachtfeld liegt woanders: zwischen CVP und FDP! Gelingt es der CVP die FDP zu überflügeln, ist der zweite Bundesratssitz der FDP weg. Es stellt sich dann die Frage, wer diesen bekommt. Das wahrscheinlichste Szenario wäre, dass die FDP diesen an die CVP abtreten müsste. Das würde bedeuten, dass die Schweiz weiter nach links rutscht. Unwahrscheinlich wäre, dass die Grünen den zweiten Bundesrat erhalten könnten: der ganze bürgerliche Block wäre dagegen. Das dämmert auch den Grünen selbst, so das diese wieder eher SP wählen.
Schweizerische Wahlprognosen sind in der Regel sehr ungenau und “pro links”. Das Erste liegt an der Stichprobengrösse, an der -methode und am schweizerischen Wahlsystem. Das Zweite zeigt sich am “Rocky-Balboa-Effekt”. Das Lieblingskind der Prognostiker – die SP – werden 4 Monate vor den Wahlen Verluste vorausgesagt, was zu einer Mobilisierung der Anhängerschaft führt. Kurz vor den Wahlen werden diese dann wieder zu möglichen Wahlgewinnern – und wer möchte da nicht dazugehören. Wir erleben das bei jeder Wahl.
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