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Schweiz
Linke bereiten “Anti-Winkelried.info-Gesetz” vor

von Winkelried | 19. August 2007 - 23:27 Uhr | 4 Kommentare

winkelried_stopp.jpgBloggs wie Winkelried sind den Linken ein Dorn im Auge. Das Internet ist noch das einzige Medium, auf dem Bürger Informationen unzensuriert erhalten können.

Die Linken wollen nun auch diesen Kanal schliessen. Deshalb haben sie Bundesrat Blocher einen Gesetzesvorschlag “untergejubelt”, der in Zukunft auch diese Informationskanal versperren soll. Die Gesetzesnovelle sieht vor, dass in Zukunft die Provider für den Inhalt der Webseiten haften. Im Klartext: keine Provider würde mehr eine politische Webseite hosten.

Die Linken verwenden dabei folgenden, altbekannten Trick: unter dem Vorwand, Kinderpornographie bekämpfen zu wollen, machen Sie gleich das ganz Internet dicht. Auch die grossen Verlage haben ein Interesse an diesem Gesetz. Sie können damit kleinere Nachrichtenbloggs ausschalten. Dazu soll der Bund dann noch 13 Beamte einstellen, die für diese Verlage “Schmiere” stehen.

Letztlich ist die ganze Übung absurd. Die Provider für den Inhalt verantworlich zu machen, wäre etwa das gleiche, wie die Papierproduzenten für den Inhalt der Zeitung zur Rechenschaft zu ziehen. Und welcher kleiner Provider kann schon dauernd den Inhalt der Webseiten seiner Kunden kontrollieren? Damit würden faktisch die kleinen - und oft preisgünstigen - Provider verschwinden. Kommt hinzu, das es heute schon mehr als genügend Gesetze gibt, die eine Handhabe gegen Kinderpornographie erlauben.

Wie pervers dabei argumentiert wird, zeigt ein Artikel im Tagesanzeiger. Er zieht das ganze Register der linken Demagogie: “Fachleute fordern”, “aus der Sicht der EU nicht nachvollziehbar”, “Rechtsklarheit schaffen”, “von der Branche selbst gewünscht”, usw.

Man sieht aber auch, wie die Linken ganz offen mit dem Antirassismusgesetz (ARG) agieren:

Die Gerichte seien bei solchen Fragen zum Internet «praktisch immer überfordert». Zwar gebe es wenige Gerichtsfälle, so Schwarzenegger - aus einem einfachen Grund: Werde ein Fall von Rassismus oder Pornografie bekannt, würden die Provider die Seiten sperren, um einen Imageschaden zu verhindern. «So wird ihre Verantwortung und ihre Pflicht nicht rechtlich abgeklärt.» Im Übrigen habe das ganze europäische Umfeld klare Verhältnisse geschaffen. «Man weiss dort genau, was verboten ist. Nur bei uns ist das nicht so.» Das Argument, das geltende Recht genüge, sei «schlicht und einfach nicht wahr», entgegnet auch Oberstaatsanwalt Brunner.

Damit geben die Linken auch klar zu, dass das ARG für sie ein politisches Einschüchterungsinstrument ist. Und natürlich wie immer: in der EU ist alles bestens und wir sind die Rückständigen! Im übrigen lügt Oberstaatsanwalt Brunner bewusst. Text und Karikaturen, die in der EU publiziert wurden und dort niemanden gestört haben, wurden in der Schweiz eingeklagt. Faktisch ist es so, dass die Schweiz schon heute ein viel restriktiveres Recht als die EU hat.

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4 Kommentare

  1. Iceman80
  2. 20. August 2007 - 08:36 Uhr

    Zitat:”In der Tat kommt eine Reise in die Computerwelt für Blocher einem Gang in den Dschungel gleich: Er findet sich nicht zurecht und gibt das auch zu.”

    Das ist doch nur wieder ein Versuch Blocher zu denuzieren. Für mich sind die Schweizer Medien alle samt gestorben. Ich habe noch nie erlebt, dass ein Bundesrat der die achtbarsten Position in der Schweister Regierung inne hat, dermassen angegriffen wurde. Das gab es noch nie in diesem Ausmass. Nicht mal die viel kritisierte Metzler musste sich so durch den Schmutz ziehen lassen, wie Bundesrat Blocher. Ein Trauerspiel. Was diese Internet-Zensierung anbelangt, ist doch lächerlich. Dies haben schon andere Staaten versucht und sind kläglich gescheitert (ausser China, man muss wohl ein kommunistisches, menschenverachtendes Land sein, damit man eine Internet-Zensur erfolgreich voran treibt). Das Internet lässt sich nich eingrenzen, auch wenn noch so viele Gesetze geschaffen werden.

  3. Die Realität
  4. 20. August 2007 - 21:21 Uhr

    Da ist, wie mittlerweile üblich geworden (…), ein Serverwechsel in die USA nötig …

    ;P

    God bless America!

  5. WINKELRIED.INFO » Tagesanzeiger in Panik
  6. 20. August 2007 - 22:03 Uhr

    [...] beschimpfte ihn und forderte ihn sofort auf, Massnahmen gegen Rassismus im Internet zu ergreifen (Winkelried berichtete). Was Massnahmen gegen Rassismus heisst, wissen wir mitlerweile: jeder der die Linke kritisiert [...]

  7. Jürgen Krafzik
  8. 21. August 2007 - 16:52 Uhr

    Wie #2 schon sagt: Die geeignetste Reaktion auf solche Zensurbestrebungen ist ein Umzug auf einen amerikanischen Server, den wir sicherheitshalber bereits Anfang 2006 aus eben diesem Grund vorgenommen hatten.

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