3. August 2007 von Echnaton - Noch kein Kommentar
In seinem neuen Buch “What’s left?” rechnet der sich selbst als links bezeichnende britische Publizist Nick Cohen knallhart mit der Verlogenheit der linken Bewegung im 21. Jahrhundert ab. Gegenüber dem Kölner Stadt-Anzeiger erklärte er, warum sie heute nichts mehr von dem kennzeichnet, worauf sie einst stolz sein konnte. “Übrig geblieben ist bei vielen Linken eine Position, die ursprünglich klassisch rechts war: Hass auf Amerika. Die Linke ist nicht mehr antifaschistisch. Statt zum Beispiel gegen den radikalen Islam aufzustehen, beschwichtigt sie ihn und opponiert obsessiv gegen Amerika. Für mich ist das zutiefst unmoralisch.”
Die Linken zeigen, so Cohen, eine klammheimliche Sympathie für moslemische Extremisten, nur weil sie Amerikaner töten.
COHEN: (…) Der Islamismus widerspricht allem, woran die Linke glauben müsste. Aber die Linke läuft Amok. Nehmen Sie den Irak. Wäre es heute nicht an der Zeit, dass die europäischen Regierungen, die gegen den Krieg waren, sich für das irakische Volk engagieren? Dass gerade die Linke, die doch gegen den Krieg war, sich für die Menschen im Irak einsetzt, die von Islamisten und Terroristen bedroht werden? Aber dazu sind sie nicht in der Lage, weil sie sich aus tiefstem Herzen nur eins wünschen: dass die Amerikaner scheitern.
Sie werfen der Linken nicht nur Antiamerikanismus vor, sondern auch Antisemitismus. Das ist sehr hart, oder nicht?
COHEN: Die Hamas-Charta liest sich wie ein original Nazi-Manifest. Wenn die Linke dazu nichts zu sagen hat und stattdessen Israel-Boykotte organisiert, dann überschreitet sie die Grenze zum Antisemitismus. Die Linken, die angeblich Empathie für die Palästinenser empfinden, können Ihnen doch nicht einmal sagen, wie ein palästinensischer Staat aussehen sollte.
(von Beate Klein und Stefan Herre)








